Digitale Agrarinnovationen in Afrika fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Skalierung von digitalen Agrarinnovationen durch Start-ups (SAIS)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land:  Globales Vorhaben
Politischer Träger: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2023

Ausgangssituation

Die Agrar- und Ernährungswirtschaft ist in vielen afrikanischen Ländern ein wichtiger Wirtschaftsbereich. Vor allem in Subsahara-Afrika hat sie das Potenzial, zum Motor der wirtschaftlichen Entwicklung zu werden und zur Ernährungssicherung und Einkommensschaffung beizutragen. 

Innovationen sind dabei der Schlüssel, Produktivität, Einkommen und Beschäftigung auszubauen. Neue digitale Impulse für die Agrar- und Ernährungswirtschaft kommen zunehmend aus der wachsenden lokalen Start-up- und Gründerszene. Die jungen Unternehmen adressieren mit ihren digitalen Innovationen oft bekannte Herausforderungen. Zu diesen gehören die Verfügbarkeit von Beratungsdienstleistungen, der Marktzugang für Kleinbauern und -bäuerinnen und eine bessere Qualität der Anbau- und Erntemethoden. Hinzu kommen die Organisation der Lagerung, Logistik und Weiterverarbeitung oder auch der Zugang zu Finanzdienstleistungen für die ländliche Bevölkerung. 

Aber die meisten Start-ups schaffen es trotz nutzbringender Innovationen und funktionierender Geschäftsmodelle nicht, breitenwirksam zu werden und so eine Modernisierung und Entwicklung der Agrar- und Ernährungswirtschaft voranzutreiben. Die entwickelten Lösungen erreichen nur eine begrenzte Anzahl von Nutzer*innen. Eine Kernherausforderung besteht also darin, die verfügbaren digitalen Innovationen für den Agrar- und Ernährungsbereich so zu verbreiten, dass sie sichere Einkommen nach sich ziehen.

Ziel

Erprobte digitale Innovationen für den Agrar- und Ernährungsbereich sind in ausgewählten Märkten einkommenswirksam verbreitet.

Vorgehensweise

Start-ups, die digitale Innovationen für den Agar- und Ernährungsbereich anbieten, aber noch keine Skalierung  erreicht haben, werden afrikaweit identifiziert. Die ausgewählten Start-ups werden durch individuelle Maßnahmen zum Unternehmensausbau beziehungsweise -aufbau unterstützt. Das geschieht durch die Entwicklung organisatorischer, finanzieller und technologischer Leistungsfähigkeit, um so für Geschäftspartner*innen und Investor*innen attraktiver zu werden („Investor Readiness“). 

Die Vermittlung von strategischen Partnerschaften für Wachstum sowie von Investor*innen ermöglichen die Skalierung der digitalen Innovationen. Dazu arbeitet das überregionale Vorhaben in drei Handlungsfeldern: (1) Identifizierung und Auswahl von Start-ups, (2) Aufbau der Management- und Technologiekompetenz der Start-ups, und (3) Zugang zu Investitionen und Partnerschaften für Wachstum.

Wirkungen

Das Vorhaben trägt zu mehreren Entwicklungszielen der Agenda 2030 bei: Nachhaltigkeitszeit 1 (Sustainable Development Goal, SDG) – „Armut in jeder Form und überall beenden“, SDG 2 – „Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern“, SDG 8 – „Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern“, sowie SDG 9 – „Eine belastbare Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen“.

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