Africa Cloud ermöglicht digitales Lernen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Globalvorhaben (GV) Africa Cloud
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Global
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2021

Ausgangssituation

In vielen Entwicklungsländern ist der Zugang zu Lerninhalten und zu Angeboten des lebenslangen Lernens für benachteiligte Gruppen erschwert. Dies gilt insbesondere für Mädchen und Frauen sowie Menschen in ländlichen Regionen.

Regierungsinstitutionen, die Privatwirtschaft sowie die Zivilgesellschaft können große Teile der Bevölkerung mit den bestehenden Lernformaten nicht erreichen. Somit sind viele Menschen nicht ausreichend auf Anforderungen am Arbeitsmarkt vorbereitet, wodurch ihnen Jobchancen verschlossen bleiben.

Ursachen für ungenügende Bildungs- und Qualifizierungschancen in Entwicklungsländern liegen einerseits darin, dass die politischen Rahmenbedingungen oft nicht gegeben sind: Bildungspolitische und digitale Leitlinien sind teilweise überholt oder fehlen gänzlich. Andererseits bieten Bildungsinstitutionen kaum Formate an, die innovative digitale Technologien und Fernunterrichtsmethoden nutzen, um dieser Herausforderung zu begegnen.

Das Vorhaben Africa Cloud will diese Lücke schließen und Menschen durch innovative eLearning Angebote erreichen. Damit sollen Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten auf den jeweiligen Arbeitsmärkten verbessert werden.

Ziel

Innovative digitale Lernangebote erreichen Menschen unterschiedlicher Bildungshintergründe und verbessern ihre Beschäftigungsperspektiven.

Vorgehensweise

Das Vorhaben stellt Zugang zu hochwertigen digitalen Inhalten bereit, die der Wissensvermittlung und Kompetenzentwicklung dienen. Die Lernenden können die Inhalte mit anderen teilen, weiterentwickeln und sich im Netzwerk mit anderen Partnern untereinander dazu auszutauschen. Die Africa Cloud soll dadurch einen wertvollen Beitrag zur Beseitigung ungleicher Lernchancen leisten. Die angestrebten Merkmale sind:

  • Gebündelt: als zentrale Initiative in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und der deutschen Bundesregierung gemeinsam mit der Privatwirtschaft aus Deutschland und afrikanischen Partnerländern.
  • Relevant: mit Zertifikaten, die die Beschäftigungsfähigkeit erhöhen.
  • Individuell: auf die Lernenden zugeschnitten durch intelligent programmierte Algorithmen und kluges Lerndesign.
  • Lebendig: durch spielerische Elemente, die Nutzerinnen und Nutzer zum Austausch motivieren.
  • Frei zugänglich: auch für ärmere und marginalisierte Bevölkerungsgruppen, indem Partnerorganisationen den Internetzugang in Afrika ausweiten („Letzte-Meile Zugang“).
  • Nachfrageorientiert: an Kompetenzen, die auf den Arbeitsmärkten und in der afrikanischen Startup-Szene gebraucht werden.
  • Vielfältig: und inhaltlich angepasst an den kulturellen Kontext der Pilotländer.
  • Qualitätsgeprüft: nach klaren Kriterien und faktengestütztem Wirkungsmonitoring.

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