Beschäftigung fördern und Jugendgewalt verhindern (CaPAZ)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Jugendbeschäftigungsförderung und berufliche Aus- und Fortbildung von marginalisierten Jugendlichen zur Prävention von Jugendgewalt in Zentralamerika (CaPAZ)
Auftrgageber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: El Salvador, Honduras, Guatemala
Politischer Träger: Generalsekretariat des zentralamerikanischen Integrationssystems (SG-SICA) 
Gesamtlaufzeit: 2020 bis 2022

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Ausgangssituation

In Zentralamerika mangelt es oft an transparenten und nützlichen Informationen über den Arbeitsmarkt und die Arbeitsvermittlung. Dies ist ein großes Hindernis, insbesondere für junge Menschen in der Übergangsphase von der Ausbildung zur ersten Beschäftigung. Dienste zur Arbeitsvermittlung sind nicht ausreichend in der Lage, jungen Menschen zu einer sicheren Beschäftigung zu verhelfen. 

Die hohe Belastung von Lehrenden und Ausbildenden und die Schwankungen des Lehrpersonals tragen weiterhin dazu bei, dass viele Jugendliche nicht langfristig bei Bildungsanbietern bleiben. Junge Menschen in Gemeinden oder Gebieten mit einem hohen Gewaltaufkommen sind besonders benachteiligt: Ausbildungsangebote sind für sie schwer zugänglich, da Jugendbanden in ihren Gemeinden für Unsicherheit sorgen. Jugendliche aus diesen Gegenden haben daher oft eine geringere Mobilität und können ihre Gemeinden nicht verlassen, um Ausbildungsangebote wahrzunehmen. 

Ziel

Die soziale Widerstandsfähigkeit und Beschäftigungsfähigkeit von Jugendlichen hat sich in ausgewählten, gewaltgeprägten Gemeinden im nördlichen Dreieck Zentralamerikas verbessert. 

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Vorgehensweise

Das Vorhaben befasst sich mit der Problematik von hohen Gewaltraten und geringen Bildungschancen in drei Handlungsfeldern:

  • Es stärkt das Personal und die Dienste der Berufsbildungs- und Arbeitsmarktvermittlung mit Ansätzen für psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung (MHPSS) 
  • Es schafft bessere Bedingungen für Berufsausbildung und Weiterbildungsmöglichkeiten für Jugendliche in Gemeinden mit hohem Gewaltaufkommen.
  • Es fördert die Beteiligung der Privatwirtschaft an branchenübergreifenden Netzwerken. Dies soll die Diskriminierung junger Menschen in Gemeinden mit einem hohen Gewaltniveau verringern.

Das Vorhaben richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 29 Jahren aus Gemeinden mit hohem Gewaltaufkommen. Zu den Vermittlern gehören Berufsbildungseinrichtungen, Ausschüsse für Gewaltprävention, Wirtschaftsorganisationen, Zivilgesellschaft und ausgewählte Unternehmen. Die ausgewählten Gemeinden sind: 

  • El Salvador: San Miguel, Zacatecoluca, San Salvador und Cojutepeque.
  • Honduras: Santa Rosa de Copán, La Esperanza, Tegucigalpa, San Pedro Sula.
  • Guatemala: Guatemala-Stadt, Villanueva und Mixco. 

Politischer Partner für die Umsetzung des Projekts ist das Generalsekretariat des zentralamerikanischen Integrationssystems (SG-SICA), der ausführende regionale Partner ist das Sekretariat für soziale Integration Zentralamerikas (SISCA). Durchführungspartner sind die relevanten Ministerien in El Salvador, Guatemala und Honduras. 

Das Vorhaben wird in Verbindung mit dem Modul „Integration und Reintegration von fluchtgefährdeten Kindern und Jugendlichen in Zentralamerika - ALTERNATIVAS“ durchgeführt, das die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in sieben Gemeinden in El Salvador, Guatemala und Honduras umsetzt.  

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