Water Dialogues: Sichere Wasser- und Sanitärversorgung für alle ermöglichen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: From Dialogue to Results - Stärkung der Umsetzung von SDG 6 für alle
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
Land: Global
Gesamtlaufzeit: 2020 bis 2021

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Ausgangssituation

Ziel 6 der 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDG 6) sieht vor, die Verfügbarkeit von Wasser und Sanitärversorgung für alle zu gewährleisten und nachhaltige Bewirtschaftung dieser essentiellen Ressource sicherzustellen. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Vereinten Nationen (United Nations, UN) die Wasserdekade 2018 bis 2028 eingeführt. Die Weltgemeinschaft hat über die Unterorganisation UN-Wasser bereits Herausforderungen identifiziert und Handlungsempfehlungen formuliert, um dem Ziel näher zu kommen.

Dennoch wird es für viele Länder des globalen Südens schwierig, SDG 6 bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Die unzureichenden Fortschritte sind besorgniserregend, da viele Bereiche davon betroffen sind: Globale Gesundheit, der Kampf gegen den Klimawandel, ein funktionierende Landwirtschaft, Energieerzeugung und intakte Ökosysteme hängen von Wasser ab. Gleichzeitig bieten die themenübergreifenden Ambitionen der Entwicklungsziele auch eine Chance, um die verschiedenen Bereiche zusammenzubringen und entstehende Synergien in Maßnahmen umzusetzen. Die Water Dialogues unterstützen diese Maßnahmen. Sie sind Teil des Prozesses, der die Konferenz der UN zur Zwischenbilanz der Wasserdekade (Mid-term Review) im Jahr 2023 vorbereitet.

Ziel

Politische Empfehlungen wurden fachlich entwickelt und tragen zur Umsetzung des SDG 6 in Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländern bei.

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Vorgehensweise

Mit den Water Dialogues will die deutsche Bundesregierung die internationale Wasser-Governance stärken und die Umsetzung von SDG 6 beschleunigen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) setzt den Prozess federführend um. Das Steuerungskomitee der Water Dialogues setzt sich zusammen aus Vertreter*innen von UN-Mitgliedsstaaten, internationalen Organisationen mit Wasserbezug und sogenannten Major Groups, die Handlungsträger*innen aller Gesellschaftsgruppen vereinen. Das Steuerungskomitee entscheidet in mehreren digitalen Treffen über die inhaltliche und fachliche Ausrichtung der Politikempfehlungen. Außerdem kommen von März bis Mai 2021 Expert*innen in insgesamt fünf Fachforen und mehreren Regionalforen zusammen, um fachspezifische Anforderungen sowie regionale Bedarfe zu diskutieren.

Das finale Dokument mit den Empfehlungen wird bei einem hochrangigen Treffen am 1. Juli 2021 in Bonn offiziell vorgestellt. Das Treffen findet sowohl als Präsenzveranstaltung als auch als Onlineveranstaltung statt.

Stand: März 2021

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