Mobilität, Stadt, Klima

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© GIZ/Vedant Goyal

Staus, Lärm und Abgase – der Verkehr beeinträchtigt die Lebensqualität in den Städten. Die GIZ unterstützt Partner, die Mobilität nachhaltig gestalten wollen.


Weltweit leidet die Lebensqualität in den städtischen Ballungsgebieten unter den Verkehrsmassen. Gesundheitsschädliche Abgase, Lärm, Unfälle und Platzverbrauch machen den Stadtbewohnern zu schaffen. Je mehr Urbanisierung und Motorisierung fortschreiten, desto größer werden die Probleme. Immer mehr Straßen und immer schnellere Autos sind nicht der Weg der Zukunft.

Unter den negativen Folgen des Verkehrs leiden auch die Entwicklungs- und Schwellenländer. Dort steigt der Anteil des Verkehrs an schädlichen Treibhausgasemissionen rasant an. Weltweit verursacht der Transport von Personen und Gütern 27 Prozent der CO2-Emissionen. Experten gehen davon aus, dass künftig noch mehr Treibhausgase durch den Verkehr entstehen, und dass ein großer Teil davon in Ländern produziert wird, die nicht zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehören. Insbesondere in Städten steigt zudem der Ausstoß gesundheitschädlicher Luftschadstoffe durch Kraftfahrzeuge. Zugleich besteht in den Entwicklungs- und Schwellenländern ein großes Potenzial zur Förderung klima- und umweltfreundlicher Verkehrslösungen.

 

Politik- und Finanzierungsberatung

Im Auftrag der Bundesregierung und weiterer Auftraggeber unterstützt die GIZ ihre Partner bei der Entwicklung zukunftsfähiger Mobilität. Dabei stützt sie sich auf das Pariser Klimaabkommen und auf die „New Urban Agenda“, den globalen Fahrplan für nachhaltige Stadtentwicklung.

Bei der Beratung geht es vor allem um konkrete Maßnahmen, die Mobilität klima- und umweltfreundlicher machen, und um eine integrierte Stadt- und Mobilitätsplanung. Ein weiterer Aspekt ist der Zugang zu Finanzmitteln für solche Vorhaben, zum Beispiel aus dem internationalen Klimafonds. Ein wichtiger Nebeneffekt dabei: Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor verbessern nicht nur die Klimabilanz, sondern leisten oft einen erheblichen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung im Allgemeinen. Wenn Verkehr und Mobilität gut geplant sind, hat das positive Auswirkungen auf Wirtschaftswachstum, soziale Integration, Gesundheit und Lebensqualität.

 

Verkehr vermeiden, verlagern, verbessern

Die Arbeit der GIZ orientiert sich am „Avoid-Shift-Improve-Ansatz“. Er verfolgt das Ziel einer ressourcenschonenden und effizienten Mobilität. Das heißt konkret: Das Verkehrsaufkommen soll so gering wie möglich gehalten werden, indem zum Beispiel durch eine kompakte Siedlungsentwicklung lange Wege vermieden werden. Zusätzlich werden möglichst viele Wege auf umweltschonende Verkehrsmittel verlagert. Der öffentliche Nahverkehr und nicht-motorisierte Verkehrsmittel sind dabei im Besonderen zu fördern. Intelligente Verkehrslenkung, sparsame Fahrzeuge und alternative Antriebe sollen den Verkehr insgesamt verbessern.

Um diesen Ansatz zu verwirklichen, berät die GIZ die Verantwortlichen in den Partnerländern, etwa nationale und lokale Behörden, Verkehrsunternehmen und die Privatwirtschaft. Angepasst an die jeweiligen Regionen entstehen maßgeschneiderte Lösungen, wobei die Erfahrungen aus anderen Vorhaben einfließen. Bei allen Mobilitätsprojekten orientiert sich die GIZ an den „Nationalen Klimaschutzzielen“ und an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs).