Datenschutz

Grafik: stilisierte Vorhängeschlösser in blau und rot im Hintergrund eines Bildschirms mit Programmiercode

Die Entwicklungszusammenarbeit muss die in ihren Projekten gesammelten Daten schützen und digitale Rechte achten.

 
Der Einsatz von Daten in der Entwicklungszusammenarbeit kann vieles ermöglichen, aber auch negative Folgen haben. Im Zeitalter von Mobiltelefonen, Online-Suchmaschinen und sozialen Netzwerken haben besonders die Datensammlungen privater Unternehmen und Staaten eine neue Dimension erreicht. Umso wichtiger ist es, dass der Datenschutz aktiv diskutiert und gestaltet wird.

Digitale Rechte müssen deshalb einen wichtigen Stellenwert in allen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit einnehmen. Dabei geht es nicht nur um sichere IT-Systeme, Einwilligungserklärungen und entsprechende Transparenz- und Rechenschaftsmechanismen. Datenschutz, Transparenz, Recht auf Privatsphäre und Meinungsfreiheit sollten übergeordnete Leitprinzipien für die eigene und die Arbeit der Partner sein.

Eine Reihe von Fragen sind zu klären: Wem gehören die Daten? Wie und wo werden sie gespeichert? Was passiert mit den Daten? Wie könnten die Daten missbraucht werden?

Auch die Datenanalyse muss schon früh in Betracht gezogen werden. „Big Data“ kann einerseits beträchtlichen Nutzen bringen, andererseits lassen große Mengen an Daten – auch anonymisiert – Rückschlüsse auf betroffene Personen zu. Bei potenziell sensiblen Daten ist die sorgsame Aufbewahrung essenziell – das erfordert sowohl technische als auch organisatorische Vorsichtsmaßnahmen. 

Die größten Herausforderungen für den Datenschutz liegen häufig in der eher versteckten Wirkung von Daten, etwa beim Einsatz von Algorithmen, die automatisierte Datenanalysen anfertigen oder Zahlen aggregieren.

Die dem Aufbau von Dateninfrastrukturen zugrunde liegenden Prozesse zu verstehen und zu diskutieren, ist Teil eines verantwortungsvollen Umgangs mit Daten.