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14.07.2022

Start-ups in Armenien: Frischer Wind für die Digitalisierung

IT-Expert*innen sind gefragt. Gleichzeitig suchen viele Start-ups internationale Partner. Eine Dreieckskooperation bringt beide zusammen.

Noch ist Armenien ein Geheimtipp für Technologie und Innovation. Die digitale Wirtschaft zählt zu den schnellsten wachsenden Branchen des Landes. Besonders die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ist ein treibender Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung. Mit rund fünf Prozent trägt sie zum Bruttoinlandsprodukt bei, Tendenz steigend. Allein in den letzten drei Jahren wuchs der Technologiesektor zeitweise um mehr als 30 Prozent.
Rund 20.000 Menschen sind in etwa 1.500 Unternehmen in der Branche tätig. Viele arbeiten in Start-ups. Diese treiben die Wirtschaft voran und schaffen Arbeitsplätze. Doch für sie gilt es, langfristig Fuß zu fassen.

Hier setzt die Arbeit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH an: Im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums und der Europäischen Union berät sie das armenische Ministerium für Technologieindustrie mit dem Ziel, die IT-Unternehmen zukunftsorientiert fit zu machen und Innovationen anzuregen. Dafür setzt sie auf wirtschaftliche Partnerschaften und fördert die Zusammenarbeit von Start-ups und großen Digitalunternehmen.

Kooperation für Innovation

Mit dem Softwareunternehmen SAP und dem Business Angel Network Armenien (BANA) unterstützt die GIZ die 2020 gegründete „SAP Startup Factory“. Diese berät die Start-ups bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen und dient dem Austausch von Erfahrungen. Grigor Hovhannisyan, Direktor bei BANA: „Das Projekt bietet ungeahnte Möglichkeiten für armenische Start-ups. Die Start-ups arbeiten mit den besten Expert*innen und Fachleuten zusammen und vergrößern auch ihren Kundenstamm. Das bietet großes Potenzial für die gesamte Region, auch über Armenien hinaus.“  

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In der Start-up Factory arbeiten die Gründer*innen eng mit internationalen IT-Expert*innen zusammen und werden individuell begleitet. Die Zusammenarbeit ist gut für alle: 19 Start-ups nahmen bereits teil, rund 80 Prozent arbeiten seither mit SAP zusammen und erhalten auf diese Weise Zugang zum Weltmarkt. Das fördert Armenien als IKT-Standort und hat gleichzeitig globale Auswirkungen: Weltweit stehen die digitalen Innovationen bereit.

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