Klimawandel © GIZ

Angepasst: Wie sich Städte fit für den Klimawandel machen

11.11.2016 – Ob Starkregen oder Hitzewellen – Städte können sich mit verschiedenen Strategien gegen die Auswirkungen des Klimawandels schützen.

Seit Montag findet in Marrakesch die 22. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP22) statt. Auch auf lokaler Ebene wird Klimaschutz immer wichtiger: Nirgendwo sonst werden so viel klimaschädliche Treibhausgase ausgestoßen wie in Städten. Die urbanen Räume bekommen aber auch viele Auswirkungen des Klimawandels zu spüren, zum Beispiel Hitzewellen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH führt deshalb eine Vielzahl von Projekten durch, um Städte besser an den Klimawandel anzupassen und sie gleichzeitig klimafreundlicher zu machen.

Die GIZ unterstützt beispielsweise im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Kommunen dabei, sich an den Klimawandel anzupassen. In Mauretanien gilt es, die Küstenstädte und -regionen – und damit ein Drittel der mauretanischen Bevölkerung – effektiver gegen die häufigeren Starkregenfälle und den steigenden Meeresspiegel zu schützen. Da die vorhandenen Dünen teilweise für Baumaßnahmen abgetragen und vom Autoverkehr beschädigt wurden, hilft die GIZ den Anrainern bei der nachhaltigen Ausbesserung der Dämme und Dünen. Außerdem werden Fachkräfte ausgebildet: Städtebauer lernten zum Beispiel bei einer Studienreise nach Norddeutschland, wie Städte mit Wasserableitungssystemen und Wällen vor Flutwellen oder durch Starkregenfälle verursachte Überschwemmungen geschützt werden können. In der Gemeinde Sebkha sichert das so entstandene neue Regenauffangsystem beispielsweise schon 400 Haushalte, zehn Kleinunternehmen, vier Schulen und zwei Gesundheitszentren.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) unterstützt die GIZ außerdem den Aufbau eines Netzwerks zwischen den Städten Chennai (Indien), Santiago de Chile (Chile) und Durban (Südafrika). Gemeinsam erstellen die drei Partner eine Stadtentwicklungsstrategie. Darin werden fortlaufend gute Beispiele für den klimafreundlichen Umbau der drei Städte gesammelt und so aufgearbeitet, dass auch andere Städte darauf zurückgreifen und sie für ihre eigenen Bedürfnisse anpassen können. Nur zwei Beispiele sind der Ausbau von Fahrradwegen, um in den Städten klimafreundlichen Radverkehr zu steigern, und das Installieren von erneuerbaren Energieträgern wie Solarplatten auf den Dächern von Wohnhäusern zur umweltfreundlichen Energiegewinnung.