Deutsch-Äthiopische Energiekooperation

Ausgangssituation

Äthiopiens Wirtschaft ist in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen. Das Land gewinnt zudem knapp 100 Prozent der Energie aus erneuerbaren Energien, vor allem Wasserkraft, und hat einen Stromüberschuss, den es bereits für Stromhandel mit den Nachbarländern nutzt.

Doch interne Konflikte im Land und unzureichende ausländische Zahlungsmittel haben zuletzt internationale Investoren zurückgehalten. Außerdem sind die Übertragungsnetze für Strom unzuverlässig.

Der Ausbau der Elektromobilität und Wasserstofflieferketten, vor allem grüner Ammoniak, sowie ein universeller Zugang zur Elektrizität bis 2030 sind auf der Agenda der äthiopischen Regierung.

Ziel

Die Erfahrungen aus der deutschen Energiewende tragen dazu bei, das Energiesystem Äthiopiens zukunftssicher und zuverlässig aufzusetzen und Energieeffizienz zu berücksichtigen.

Vorgehensweise

Das Projekt arbeitet in folgenden Bereichen:

Stromnetz und Digitalisierung: Das Projekt unterstützt die äthiopische Energiewirtschaft dabei, Kenntnisse über digitale Lösungen wie künstliche Intelligenz einzuführen und zu erwerben. Damit soll die Energiewirtschaft das Stromnetz besser organisieren können und vor allem Systemüberlastungen und Stromausfälle im Verteilungsnetz erkennen und verhindern.

Energieeffizienz: Das Projekt arbeitet mit der äthiopischen Erdöl- und Energiebehörde, um Maßstäbe für die Energieeffizienz von Gebäuden im äthiopischen Baugesetz zu verankern. Zudem fördert es, energieeffiziente Endgeräte und Praktiken zum Energiemanagement zu kennzeichnen, zu prüfen und auszubauen.

Wasserstoff: Das Projekt unterstützt den Dialog zwischen technischen Mitarbeiter*innen von Energieinstitutionen und Entscheidungsträger*innen und schärft damit das Bewusstsein für grünen Wasserstoff und darauf basierenden Energieträgern wie grünem Ammoniak. Es entwickelt gleichzeitig einen Fahrplan für die Wasserstoffwirtschaft in Äthiopien.

Stand: September 2024

Kontakt

Torsten Fritsche
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Climate and energy partnerships and energy dialogues 2023
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