Integrierter Ansatz

Globale Herausforderungen wie der Klimawandel oder die Bekämpfung von Hunger sind eng miteinander verknüpft. Deshalb legt die Agenda 2030 großen Wert darauf, dass die soziale, ökonomische und ökologische Dimension von Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen und nicht gegeneinander abgewogen werden dürfen. Das Prinzip Integrierter Ansatz prägt auch die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung: Sie sind unteilbar und können nicht einzeln, sondern nur als Ganzes betrachtet werden. Zwischen den 17 SDGs und den 169 Unterzielen gibt es viele Querbezüge. In der Umsetzung gilt es positive Synergien zu nutzen. Genauso müssen Zielkonflikte, sogenannte „trade-offs“, etwa zwischen Klimaschutz und Wirtschaftswachstum, im Auge behalten werden. Kein Ziel darf zu Lasten eines anderen umgesetzt werden. 

In der internationalen Zusammenarbeit sind deshalb neue übergreifende Ansätze gefordert, die eine Zusammenarbeit über unterschiedliche Politikfelder fördern. Ein Beispiel, das die Unteilbarkeit der Ziele besonders deutlich macht, ist das Zusammenleben in modernen Großstädten. In Mexiko werden bis 2030 etwa 80 Prozent der Menschen in Städten leben. Die Planung von nachhaltigen Verkehrssystemen, von Wohn- und Naturflächen oder auch der Energieversorgung müssen zusammen gedacht werden. So wird nicht nur die Lebensqualität der Einwohner gesteigert. Auch die wirtschaftliche Attraktivität der Standorte bleibt erhalten. Im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums hat die GIZ mehrere Städte Mexikos dabei beraten, auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Umweltzonen in ihren Innenstädten einzurichten. Beteiligt sind dabei die Stadtverwaltung sowie Vertreter der Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Maßnahmen wie eine verbesserte Straßenplanung, die Wiederverwertung von Abfällen oder die Einführung eines Mietfahrradsystems. Diese Maßnahmen senken in den Innenstädten die Luftverschmutzung, mindern dadurch die Gesundheitsrisiken und erhalten gleichzeitig die wirtschaftliche Bedeutung der Stadtgebiete aufrecht.

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