Umsetzung des nationalen Klimaplans

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung bei der Umsetzung des nationalen Klimaplans Algeriens
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Algerien
Politischer Träger: Ministère de l’Environnement et des Energies Renouvelables (MEER)
Gesamtlaufzeit: 2014 bis 2018

Ausgangssituation

Algerien ist zunehmend von den Folgen des Klimawandels betroffen. Im Norden des Landeskonzentriert sich auf einem schmalen Küstenstreifen der Großteil der Bevölkerung, der landwirtschaftlichen Produktionsflächen und der Industrie. Die durchschnittliche Temperatur und die Anzahl extremer Wetterereignisse, wie Dürren, Starkregen und Stürme, nehmen zu. Algerien hat mehrere klimarelevante Strategien und Programme verabschiedet. Das Thema Klima wird in den einzelnen Sektoren, etwa in der Landwirtschaft, jedoch noch nicht ausreichend politisch berücksichtigt.

Ziel

Die Bedeutung des Klimawandels ist in den entsprechenden Sektorpolitiken sowie in der nationalen und lokalen Entwicklungsplanung verankert. Die Mitarbeitenden des Umweltministeriums sind für ihre Aufgaben im Bereich Klimawandel besser qualifiziert. Die Bevölkerung ist für notwendige Maßnahmen zum Klimaschutz stärker sensibilisiert.

Vorgehensweise

Das Projekt bietet Beratungen, Fortbildungen, Studienreisen und Informationsveranstaltungen an, damit das Thema Klimawandel in die algerische Politik sowie die Entwicklungsplanung integriert werden kann, beispielsweise zu Themen der internationalen Klimapolitik, zu Klimafinanzierungsmechanismen und allgemeiner Klimagovernance. Darüber hinaus führt das Vorhaben Vulnerabilitätsanalysen für die vom Klimawandel betroffenen Sektoren durch und entwickelt Pilotmaßnahmen zur lokalen Anpassung an den Klimawandel. Zur Stärkung der Zivilgesellschaft sensibilisiert das Projekt mithilfe von pädagogischen Ansätzen und Methoden die breite Öffentlichkeit in der Pilotregion zum Thema Klimawandel.

Wirkungen

Fachwissen und Kompetenzen der Mitglieder des Nationalen Klimakomitees, der Nationalen Klimaagentur und des Umweltministeriums, vor allem zum Thema internationale Finanzierung, wurden verbessert.

Der nationale Klimaplan wurde in einem partizipativen Prozess mit Beteiligung aller maßgeblichen Sektoren aktualisiert.

Ressortübergreifende Partnerschaften wurden aufgebaut, beispielsweise in den Bereichen Wasser, Landwirtschaft und Industrie, um Themen des Klimawandels, die in den algerischen Klimabeiträgen erwähnt werden, in den verschiedenen Ressorts zu thematisieren und zu integrieren.

Das Bewusstsein institutioneller Akteure und der Zivilgesellschaft zum Thema Klimawandel ist geschärft, nachdem methodische Ansätze an den algerischen Kontext angepasst sowie Informations- und Sensibilisierungskampagnen von lokalen Nichtregierungsorgansationen durchgeführt werden.