Europäische Union

Europäische Union

Die GIZ ist seit den frühen 1980er Jahren für die Europäischen Union (EU) aktiv. Ein Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf den Ländern Südosteuropas, aber auch in Beitritts- und Nachbarschaftsländern der EU führt die GIZ Projekte durch. Sie unterstützt Reformprozesse in Bereichen wie zum Beispiel Justiz, Verwaltung und erneuerbare Energien. Dabei ist sie für die deutsche Bundesregierung und für die EU tätig. Für die EU arbeitet die GIZ auch in Entwicklungs- und Schwellenländern, beispielsweise in der Bekämpfung von Armut, der Förderung wirtschaftlicher Entwicklung und der Stärkung von Menschenrechten und Demokratie. Seit 1993 verfügt sie über eine eigene Repräsentanz in Brüssel. Besonders im Bereich der internationalen Zusammenarbeit ist die GIZ für die EU ein wichtiger Partner.

Die EU und ihre 28 Mitgliedstaaten sind weltweit der größte Geber in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Sie stellen mehr als die Hälfte der öffentlichen Entwicklungsfinanzierung weltweit. Die Entwicklungszusammenarbeit der Union erstreckt sich auf mehr als 150 Ländern, von Afghanistan bis Zentralafrika.

Als größter Binnenmarkt der Welt ist die EU ein wichtiger Handelspartner für viele Entwicklungsländer. Mit mehr als 160 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika hat sie Abkommen über bevorzugten Handel, technische und finanzielle Hilfe oder politische Zusammenarbeit abgeschlossen. Die EU ist in zahlreichen Politikfeldern aktiv – von Beschäftigung, Umwelt und Klimaschutz über Handel, Transport und Sicherheit bis hin zu internationaler Zusammenarbeit und humanitärer Hilfe. Innerhalb der Union treibt sie Entwicklungsprozesse zum Beispiel im Rahmen der Wachstumsstrategie Europa 2020 voran, mit dem Ziel, Wachstum durch Investitionen in Bildung, Forschung und Innovation, die Ausrichtung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Bekämpfung von Armut zu schaffen.

Die GIZ unterstützt Beitrittskandidaten auch im Auftrag der Bundesregierung bei der Vorbereitung der Beitrittsverhandlungen, wie beispielweise Mazedonien und Albanien. Finanziert über das EU-Programm Horizon 2020 unterstützt sie zum Beispiel Serbien, Kroatien und Bulgarien dabei, Holz als alternative Energiequelle zu nutzen und die regionalen Lieferketten nachhaltig zu gestalten.

2011 hat die EU mit der „Agenda für den Wandel“ Leitlinien der europäischen Entwicklungszusammenarbeit aufgestellt. Hierzu gehört, die Armut zu bekämpfen und die nachhaltige Entwicklung zu fördern Die GIZ kann hier wertvolle Unterstützung leisten. Im Auftrag der EU übernimmt sie zum Beispiel die Logistik und das Sicherheitskonzept für europäische Wahlbeobachtungsmissionen in Ländern wie Mali, Sierra Leone, Algerien, Jordanien oder Paraguay. In Nigeria setzt sie unter finanzieller Förderung der EU ein Projekt zu erneuerbaren Energien um. In der Pazifikregion unterstützt sie die EU im Kampf gegen den Klimawandel.

Auch innerhalb Europas unterstützt die GIZ die EU beim Erreichen ihrer Ziele. Zum Beispiel begleitete sie den EU-Beitrittsprozess Kroatiens. Darüber hinaus organisiert sie zusammen mit Kroatien ein deutsch-kroatisches Austauschprogramm, das jungen Kroaten und Kroatinnen Arbeitserfahrungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt ermöglicht.

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Kontakt

Repräsentanz Brüssel
giz-brussels@giz.de
Telefon: +32 2 230 9150
Fax: +32 2 644 0823