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Afghanistan

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt den Wiederaufbau Afghanistans seit 2002. Hauptauftraggeber sind das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie das Auswärtige Amt (AA). Auch internationale Geber wie die Weltbank oder die niederländische Regierung beauftragen die GIZ. Ihr Büro hat die GIZ 2002 in Kabul eröffnet.

Insgesamt rund 71 entsandte 1.399 einheimische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich in rund 30 Projekten für die GIZ in Afghanistan – so viele wie in keinem anderen Land. Projekte werden in den sechs Nordprovinzen durchgeführt. Einzelne Projekte arbeiten landesweit mit den Partnerinstitutionen zusammen. Außerdem arbeiten rund 13 aus Deutschland vermittelte Fachkräfte des Centrums für internationale Migration und Entwicklung (CIM) in Schlüsselpositionen afghanischer Ministerien, in staatlichen Institutionen und Verbänden. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Verbesserung der Lebensgrundlagen der Bevölkerung. Für die Überprüfung von laufenden und die Planung neuer Vorhaben werden regelmäßig Prüfmissionen vor Ort durchgeführt.

Seit mehr als 30 Jahren prägen kriegerische Konflikte und ethnische Spannungen die Situation im Land. Die Lebensgrundlagen der Bevölkerung sind weitgehend zerstört. Als eines der ärmsten Länder der Welt ist Afghanistan Schwerpunktland der deutschen und der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Die Staatengemeinschaft unterstützt den zivilen Wiederaufbau seit dem Sturz des Taliban-Regimes 2001. Deutschland übernimmt in den Nordprovinzen Kunduz, Takhar, Badakhshan, Baghlan und Balkh und Samangan besondere Verantwortung. Dort hat die Bundeswehr im Rahmen der Ausbildungs- und Beratungsmission Resolute Support die Verantwortung für den Standort Masar-e Sharif übernommen.

Wichtige Voraussetzungen für die gegenwärtigen Reformbemühungen sind funktionierende administrative Strukturen und ein stabiles Umfeld für alle Bevölkerungsgruppen. Wirtschaftsaufschwung, effiziente Verwaltungsstrukturen auf regionaler und nationaler Ebene, ein besseres Bildungsniveau, funktionierende Infrastruktur sowie die Einhaltung der Menschenrechte, insbesondere die Rechte von Frauen und Mädchen, sind wesentliche Aufgaben, an denen das Land arbeiten muss. Nur so können die Entwicklungshemmnisse der vergangenen zwei Jahrzehnte überwunden werden. Erschwert wird der zivile Wiederaufbau durch die Sicherheitssituation in einigen Provinzen.