Nachhaltige Landwirtschaft

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Sektorvorhaben Nachhaltige Landwirtschaft (NAREN)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Global
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2018

Ausgangssituation

 2050 muss die Nahrungsmittelproduktion um 60 Prozent gesteigert werden, um den weltweiten Nahrungsmittelbedarf zu decken. Die aktuellen Produktionsmethoden in Partnerländern gewährleisten oft keine ausreichenden Erträge und Einkommen in der Landwirtschaft. Die Förderung der nachhaltigen Landwirtschaft gehört zu den Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Bisher ist sie aber erst unzureichend in Programmen und Politikprozessen verankert.

Ziel

Klimaintelligente, nachhaltige und gendersensitive Ansätze landwirtschaftlicher Produktion und Verarbeitung sind in Programmen und politischen Prozessen verankert.

Vorgehensweise

Das Sektorvorhaben berät das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) inhaltlich bei Politikformulierung und Strategieentwicklung für nachhaltige Landwirtschaft sowie bei der fachlichen Beantwortung von Anfragen aus Politik und Öffentlichkeit. Darüber hinaus bereitet es Informationen zu Themen der nachhaltigen Landwirtschaft auf und stellt diese Auslandsprogrammen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sowie der Fachöffentlichkeit zur Verfügung. Es stärkt durch unterschiedliche Fortbildungsmaßnahmen die Kompetenzen von Fachkräften aus Vorhaben und Partnerorganisationen.
Die Beratung erleichtert dem BMZ die Gestaltung von politischen Diskussionen und Prozessen zu nachhaltiger Landwirtschaft in nationalen und internationalen Gremien. Das intensive Wissensmanagement, die Beratung der Auslandsprogramme und die Mitwirkung in Netzwerken fördern die Verbreitung nachhaltig produktiver, an den Klimawandel angepasster Ansätze.

Wirkung

Das Vorhaben führt Nachhaltigkeitsanalysen landwirtschaftlicher Betriebe durch und identifiziert Schwachstellen. Aus den Analysen werden Beratungsmaterialien erstellt. Die Verbreitung guter Praktiken in der Pflanzen- und Tierproduktion verbessert die Produktivität der Betriebe. Sie verringert außerdem Nahrungsmittelverluste bei der Produktion, Lagerung und Weiterverarbeitung. Klimaintelligente Maßnahmen stärken die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) der Betriebe gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels und reduzieren Treibhausgase. Die Einkommen landwirtschaftlicher Produzenten steigen und werden gesichert. Negative Auswirkungen von Landwirtschaft wie Verschlechterung von Böden (Degradierung), Biodiversitätsverlust sowie Schadstoffausträge in Luft und Wasser werden verringert.
Daraus entstehen Entwicklungspotenziale für den ländlichen Raum, die Abwanderungsdruck reduzieren und die Ziele der Agenda 2030 (SDG) fördern: Hungerbekämpfung, Geschlechtergerechtigkeit, Klimaaktion und Leben an Land.