Klimapolitik in Brasilien erfolgreich gestalten

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Programm Klimapolitik Brasilien
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)
Land: Brasilien
Politischer Träger: Brasilianisches Umweltministerium (Ministério do Meio Ambiente, MMA), Brasilianisches Wirtschaftsministerium (Ministério da Economia)
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2022

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Ausgangssituation

In den vergangenen Jahren hat Brasilien die Entwicklung und Umsetzung einer umfassenden nationalen Klimapolitik in Angriff genommen. 2016 hat Brasilien das Pariser Klimaabkommen ratifiziert und seinen ersten nationalen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen festgelegt (Nationally Determined Contribution, NDC). Seither hat das Land zwei NDC-Aktualisierungen eingereicht (Dezember 2021, April 2022).

Brasilien will den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2025 um 37 Prozent und bis 2030 um 50 Prozent reduzieren sowie bis 2050 klimaneutral werden. Aufgrund der Zielsetzungen muss Brasilien seine Klima-Governance umstrukturieren und die Instrumente der nationalen Klimapolitik aktualisieren.

Ziel

Brasilien setzt ausgewählte Bereiche der nationalen Klimapolitik erfolgreich um.

Vorgehensweise

Das Vorhaben arbeitet zusammen mit dem brasilianischen Umweltministerium, dem Wirtschaftsministerium sowie weiteren Partnerinstitutionen in folgenden Bereichen:

  • Transparenzsystem: Es entwickelt Elemente eines Beobachtungssystems, das Wirkungen und Fortschritte bei der Umsetzung des NDCs misst.
  • Internationales Finanzinstrument zur Verringerung von Emissionen aus Entwaldung (Reducing emissions from deforestation and forest degradation, REDD+): Es überarbeitet die Bedingungen zur Umsetzung der nationalen REDD+-Strategie.
  • Klimafinanzierung: Es stärkt öffentliche und private Akteur*innen darin, Maßnahmen, Strategien und Instrumente im Bereich der Klimafinanzierung umzusetzen.
  • Grünes Wachstum und Emissionsregister: Es schafft Grundlagen für eine kohlenstoffarme Wirtschaft und grünes Wachstum. Zudem erstellt es ein Konzept zu Treibhausgasinventaren für Unternehmen.
  • Wissensmanagement: Es verbessert Zusammenarbeit und Informationsaustausch von Schlüsselakteur*innen der Klimapolitik.
  • Bundesprogramm für Umweltdienstleistungen: Es fördert die Entwicklung eines Bundesprogramms für Umweltdienstleistungen.
  • Subnationale Klimaagenda: Es stärkt die klimapolitischen Kompetenzen der Bundesstaaten in Einklang mit der föderalen Klimaschutzagenda.

Stand: April 2022