Financing Energy for Low-carbon Investment - Cities Advisory Facility (FELICITY)

Projektkurzbeschreibung

Titel: Financing Energy for Low-carbon Investment – Cities Advisory Facility (FELICITY)
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt,Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2021

Ausgangssituation

Städte und Gemeinden sind für drei Viertel der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Dieser Anteil wird durch eine verstärkte Urbanisierung weiter steigen. Bis 2050 werden über zwei Milliarden mehr Menschen in Städten leben, vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern. Ein Großteil der Emissionsminderungen zum Schutz des Klimas wird demnach in urbanen Räumen erfolgen. Die Dekarbonisierung städtischer Infrastruktur hat dabei eine Schlüsselrolle, insbesondere die Sektoren Energie, Mobilität, Abwasser und Abfall.

Internationale Finanzierungsinstitutionen wie die Europäische Investitionsbank (EIB) stellen seit Jahren Fördermittel zur Verfügung, um Emissionsminderungspotenzial zu realisieren. Die Mittel werden jedoch nicht ausreichend nachgefragt oder erst nach langen Verzögerungen ausgezahlt. Städte und Kommune haben häufig weder die institutionellen Rahmenbedingungen noch das Know-how, um förderfähige Projekte zu entwickeln, die die Standards internationaler Finanziers erfüllen. Die Finanzierungsinstitutionen wiederum haben oftmals nicht das passende Instrumentarium, um die Projektvorbereitung und -durchführung ausreichend mit Beratung und Kompetenzentwicklung für die relevanten Akteure zu flankieren. Die verfügbaren finanziellen Ressourcen werden auf diese Weise nicht optimal verteilt und genutzt.

Ziel

Städte und Gemeinden in den Projektregionen sind in der Lage, finanzierungsfähige Projekte zur klimafreundlichen Infrastruktur vorzubereiten und umzusetzen.

Vorgehensweise

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH beauftragt, eine Fazilität einzurichten, um Städte zur Gestaltung und Umsetzung finanzierungsfähiger Projekte zu beraten.

FELICITY, das erste Kooperationsvorhaben der GIZ mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) als Durchführungspartner, konzentriert sich auf Maßnahmen in den Sektoren Energie, Wasser, Transport, und Abfall. Das Vorhaben unterstützt die Umsetzung von Minderungsmaßnahmen in Städten und Kommunen durch:

  • Nachfrageorientierte Beratung für Städte zur Beantragung und Nutzung von Fördermitteln, sowie Unterstützung bei der Vorbereitung von konkreten, von der EIB finanzierbaren Minderungsprojekten
  • Aufbau von Kompetenzen und Ressourcen in der lokalen Verwaltung
  • Politikberatung zu nationalen Rahmenbedingungen für internationale Klimafinanzierung
  • Wissensmanagement zur Projektvorbereitung und Finanzierungsmechanismen; Weiterentwicklung von Instrumenten und Methoden, zum Beispiel national angepasste Klimaschutzbeiträge (NDCs)

FELICITY unterstützt vor allem die Fähigkeiten der Städte und Kommunen, Projekte vorzubereiten und durchzuführen, wo möglich direkt verknüpft mit der angestrebten Finanzierung durch die EIB. Die Pilotprojekte in China, Brasilien, Indonesien und Mexiko sollen außerdem als Vorbilder in den Projektländern wirken, auf deren Grundlage weitere Maßnahmen in urbanen Räumen entwickelt werden können.

Die Erfahrungen aus den Pilotprojekten sowie die Analysen der Rahmenbedingungen von urbaner Klimafinanzierung kann die GIZ nutzen, um die nationalen Strukturen nachhaltig zu verbessern. So werden Städte und Gemeinden langfristig in die Lage versetzt, Minderungsprojekte zu entwickeln und durchzuführen. Die erzielten Emissionsminderungen tragen unmittelbar dazu bei, nationale Klimaziele zu erreichen.

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