Handel und Investitionen für nachhaltige Entwicklung

Projektkurzbeschriebung

Bezeichnung: Sektorvorhaben Handel und Investitionen für nachhaltige Entwicklung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Global
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2020

Ausgangssituation

Handel gilt als Schlüssel für nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Wohlstand. Besonders wertschöpfungs- und technologieintensive Produkte wiederum gelten als dynamische Elemente des weltweiten Handels. Vielen Entwicklungsländern gelingt es aber nicht, sich so am internationalen Handel zu beteiligen, dass die erhofften positiven Wirkungen für Beschäftigung und Armutsminderung eintreffen. Entscheidende Faktoren sind die Ausgestaltung des internationalen Regelwerkes für den Handel, einheitliche Politik in Entwicklungsländern und Industrieländern (Politikkohärenz) sowie strukturelle Voraussetzungen in den Entwicklungsländern. Handlungsleitend für das deutsche Engagement ist daher das übersektorale Konzept handelsbezogener Entwicklungszusammenarbeit  „Handel als Motor für Entwicklung – die deutsche Strategie für Aid for Trade“.

Ziel

Handel ist als Querschnittsthema in der Politik- und Portfoliogestaltung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit strukturell verankert und entwicklungspolitische Themen in die Handelspolitik integriert. Chancen für Beschäftigung und Wirtschaftswachstum in Entwicklungs- und Schwellenländern durch Handel werden stärker genutzt und möglichen negativen Effekten gezielt entgegengewirkt.

Vorgehnsweise

Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beauftragte Sektorvorhaben „Handel und Investitionen für nachhaltige Entwicklung“ besteht seit 2002 und arbeitet in zwei Handlungsfeldern, die eng miteinander verknüpft sind: Politikberatung des BMZ für eine entwicklungsorientierte Handelspolitik und Ansätze sowie Instrumente zur Umsetzung handelsbezogener Entwicklungszusammenarbeit.

Wirkung

Das Bundesentwicklungsministerium hat sich mit Unterstützung des Vorhabens in mehreren internationalen Prozessen und Diskussionen erfolgreich eingebracht: zum Beispiel bei der Umsetzung des Abkommens über Handelserleichterungen der Welthandelsorganisation WTO, bei weiteren Verhandlungen der Doha-Agenda und des Dienstleistungsabkommens (TiSA) sowie bei der Verlängerung des Übereinkommens über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums (TRIPS) für am wenigsten entwickelte Länder.
Mit Projekten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit wurden innovative Ansätze zu verschiedenen Handelsthemen getestet und verbreitet. So hat das Sektorvorhaben an der Konzeption zweier Vorhaben mitgewirkt, die Entwicklungsländer bei der Umsetzung des WTO-Abkommens zu Handelserleichterungen unterstützen. Außerdem beriet das Vorhaben in Zentralasien und Mosambik zu Handelserleichterungen (Trade Facilitation). 

Die vielfältige Arbeit des Vorhabens trägt dazu bei, dass Partnerländer Handelspotenziale besser für ihre wirtschaftliche und soziale Entwicklung nutzen können.