Globaler Kohlenstoffmarkt – Tunesien

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Ländermanagerprojekt Globaler Kohlenstoffmarkt
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Land: Tunisien
Politischer Träger: Nationale Agentur für Energiekonservierung (ANME)
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2022

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Ausgangssituation

Tunesien ist zunehmend von den Folgen des globalen Klimawandels betroffen. Um steigenden Emissionen entgegenzuwirken, hat sich das nordafrikanische Land im Rahmen des Pariser Klimaabkommens ambitionierte Ziele gesetzt. Der tunesische Klimaschutzbeitrag (NDC) sieht vor, die CO2-Emissionen bis 2030 um 41 Prozent, im Vergleich zu 2010, zu reduzieren.

Deshalb arbeitet Tunesien verstärkt daran, seine Wirtschaft zukunftsorientiert und emissionsarm umzubauen. Zum Beispiel plant die tunesische Regierung umfangreiche Emissionsminderungen in den Bereichen Energie, Transport, Industrie, Landwirtschaft, Abfall und Abwasser. Vor allem in der Zementproduktion, die etwa 14 Prozent der Gesamtemissionen des Landes ausmacht, steckt großes Minderungspotenzial. Die Nutzung von nationalen und internationalen Marktmechanismen und CO2-Bepreisung kann ein effektiver Weg sein, um Treibhausgasemissionen im Land einzudämmen.

Ziel

Öffentliche und private Entscheidungsträger*innen nehmen an internationalen Verhandlungen zu neuen Kohlenstoffmärkten teil. Sie schaffen die notwendigen Strukturen und Prozesse, um Artikel 6 des Pariser Klimaabkommens umzusetzen.

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt die Nationale Agentur für Energiekonservierung (ANME), das tunesische Umweltministerium und weitere öffentliche und private Akteur*innen dabei nationale und internationale Marktmechanismen für die Emissionsreduktion zu nutzen.

Das Projekt analysiert die nationalen Minderungspotenziale in verschiedenen Wirtschaftszweigen, wie etwa in der emissionsintensiven Zementindustrie, die sich für die Pilotierung von nationalen und internationalen Marktmechanismen eignen.

Darüber hinaus pilotiert das Projekt die Herstellung von klinkerarmem Zement und unterstützt die Wiederverwertung von Abfallprodukten (sogenanntes Co-Processing), welche Emissionsreduktionen in dem Bereich ermöglichen können.

Stand: September 2021

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