Digitale Kompetenzen für Jugendliche schaffen Beschäftigungsperspektiven

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Beschäftigungsperspektiven in der digitalen Welt in Südafrika (Digital Skills for Jobs and Income in South Africa)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Südafrika
Gesamtlaufzeit: 2020 bis 2023

Ausgangssituation

Südafrika hat weltweit eine der höchsten NEET-Raten (Not in Education, Employment or Training, zu Deutsch: nicht in Ausbildung, Arbeit oder Schulung) bei Jugendlichen. Ein großer Teil der Jugendlichen hat bereits die Hoffnung verloren, jemals einen Arbeitsplatz zu finden. Davon besonders betroffen sind Mädchen und junge Frauen, deren Eintritt in den Arbeitsmarkt durch verschiedene Faktoren, wie unflexible Arbeitszeiten, fehlende Rollenvorbilder, Doppelbelastung durch Haushalt und Kinderbetreuung, besonders erschwert ist. Gleichzeitig fehlt es den Unternehmen an gut ausgebildeten Fachkräften, um ihre Wettbewerbs- und Wachstumsfähigkeit zu sichern, besonders im Hinblick auf die digitale Transformation und die Zukunft der Arbeit.

Faktoren für dieses Ungleichgewicht sind der Mangel an arbeitsmarktrelevanten und bedarfsorientierten Aus- und Weiterbildungsangeboten, die bisher wenig auf digitale Kompetenzen ausgerichtet sind. Ebenso die geringe Qualität des (Berufs-)Bildungssystems, mangelhaft ausgebildetes Ausbildungspersonal sowie strukturelle Probleme auf dem Arbeitsmarkt. Der digitale Wandel und die damit verbundene Beschleunigung von Wirtschafts- und Innovationsprozessen verstärken diese Faktoren und erhöhen damit den Druck auf das südafrikanische Bildungs- und Ausbildungssystem, Fachkräfte mit entsprechenden digitalen Kompetenzen bereitzustellen.

Ziel

Die Beschäftigungsperspektiven junger Menschen, insbesondere von Frauen, sind in einer zunehmend digitalisierten Wirtschaft verbessert.

Vorgehensweise

Das Projekt fördert arbeitsmarktrelevante digitale Kompetenzen, um die Beschäftigungsfähigkeit südafrikanischer Jugendlicher zu erhöhen. Es unterstützt:

  • den Zugang zu einer qualitativ verbesserten und bedarfsorientierten Berufsausbildung an vier ausgewählten Berufsschulen. Module zum Erwerb beschäftigungsrelevanter digitaler Kompetenzen für Auszubildende und Lehrkräfte werden in die Ausbildungsgänge integriert. Das Vorhaben schult die Fähigkeiten von Fach- und Führungskräften für die digitale Transformation und die Zukunft der Arbeit.
  • den Zugang zu nachfrageorientierter Kompetenzentwicklung. Mindestens 2.000 junge Menschen unterstützt das Vorhaben in ausgewählten innovativen, nicht-formalen Ausbildungsmaßnahmen, die von der Privatwirtschaft oder durch zivilgesellschaftliche Initiativen angeboten werden.
  • die Verbesserung von Rekrutierungsprozessen von 150 mittelständischen Unternehmen. Personalfachleute setzen neue, gendersensible Ansätze um, um Bewerber*innen mit nachgefragten digitalen Kompetenzen ermitteln zu können.
  • die Vernetzung und Zusammenarbeit von Initiativen und Beteiligten sowie den Austausch von Lernerfahrungen im digitalen Transformationsprozess der südafrikanischen Wirtschaft.

Das Vorhaben wird zum Teil durch die G20-Initiative #eSkills4Girls finanziert, die darauf abzielt, die bestehende digitale Kluft zwischen den Geschlechtern zu überwinden. Daher bilden die Gruppe der Mädchen und jungen Frauen einen Hauptteil der Begünstigten des Projekts, um ihren Eintritt in den südafrikanischen Arbeitsmarkt durch den Erwerb digitaler Kompetenzen zu erleichtern.

Stand: November 2020

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