Gemeinsames Vorgehen für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Natural Resources Stewardship Programme (NatuReS) Äthiopien
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Kofinanziert von: PVH
Land: Äthiopien
Politischer Träger: Environmental Protection Authority (EPA),  Rift Valley Lakes Basin Development Office (RVLBDO), Industrial Parks Development Corporation (IPDC).​​​​​​​
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2022

Ausgangssituation

Intakte natürliche Ressourcen sind eine wichtige Voraussetzung für Wirtschaftswachstum. Sie sind wichtige Wirtschaftsgüter, die besser bewirtschaftet werden müssen, um eine langfristige, umweltverträgliche Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft zu gewährleisten. Die Degradierung und Erschöpfung von Ressourcen führt zu erhöhten Kosten, belastet die Produktivität und wirkt sich damit negativ auf das Wachstum aus. In einem Partnerland wie Äthiopien führen die Knappheit der natürlichen Ressourcen und deren Übernutzung zu sozialen und wirtschaftlichen Risiken, denn dadurch wird die Geschäftstätigkeit der Unternehmen beeinträchtigt, so dass diese ihre Investitionen zurückfahren. Wie in vielen anderen Ländern konzentrieren sich die nationalen Entwicklungspläne Äthiopiens hauptsächlich darauf, die Armut durch eine intensive Entwicklung von Landwirtschaft und Industrie zu bekämpfen. In vielen Fällen werden dabei jedoch die ressourcenbezogenen Risiken nicht ausreichend berücksichtigt, was die heikle Situation noch verschärft.

Ziel

Die Zusammenarbeit zwischen Privatunternehmen, öffentlichen Organisationen und der Zivilgesellschaft zur nachhaltigen und umweltfreundlichen Bewirtschaftung von natürlichen Ressourcen ist verbessert. Dadurch werden weitere Einkommensmöglichkeiten in Äthiopien geschaffen und die wirtschaftliche Entwicklung gefördert.

Vorgehensweise

Das Konzept „verantwortungsvoller Umgang (engl. stewardship) mit natürlichen Ressourcen“ sieht vor, dass alle Nutzer*innen solcher Ressourcen Verantwortung für die Folgen ihres Handelns übernehmen und gemeinsam auf eine nachhaltige Bewirtschaftung hinarbeiten. Das Konzept beruht auf der Erkenntnis, dass diese Herausforderungen nicht von einzelnen Akteuren, sondern nur durch gemeinsames, konzertiertes Handeln zu bewältigen sind.

Das Natural Resources Stewardship Programme (NatuReS) vertritt mehrere Interessengruppen. Es wird mit finanziellen Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Europäischen Union (EU) und des Foreign, Commonwealth and Development Office (FCDO) gefördert. NatuReS wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durchgeführt, die unter internationalen Fachleuten im Bereich eines verantwortungsvollen Umgangs mit natürlichen Ressourcen ein angesehener Partner ist. Das Programm wird derzeit in Äthiopien, Tansania, Uganda, Sambia und Südafrika umgesetzt.

Stand: Dezember 2021

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