Ausgangssituation
Jordanien steht wegen der massiven Wasserknappheit vor einigen Herausforderungen: Der Verbrauch von Landwirtschaft und Industrie sowie der Trinkwasserbedarf übersteigen das Angebot an erneuerbaren Ressourcen bei weitem. Zudem dürften die Schwankungen der Niederschlagsmengen infolge des Klimawandels zunehmen, was voraussichtlich die Süßwasserverfügbarkeit einschränken wird. Eine effiziente und verantwortungsvolle Bewirtschaftung der Wasserressourcen hat daher hohe Priorität. Insbesondere die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser gewinnt angesichts des steigenden Wasserverbrauchs und der zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels an Bedeutung.
Ziel
Die Wasser- und Abwasserressourcen in Jordanien werden aufgrund verbesserter organisatorischer, technischer und personeller Fähigkeiten wirksam bewirtschaftet.
Vorgehensweise
Das Projekt umfasst fünf Handlungsfelder:
•Es integriert und digitalisiert das Qualitätsmanagementsystem der jordanischen Wasserbehörde, um die Aufsicht über die Wasserversorger „Yarmouk Water Company", „Miyahuna" und „Aqaba Water" und damit das Abwassermanagement zu verbessern.
•Das Projekt steigert die organisatorischen Fähigkeiten der „Yarmouk Water Company", um die Wartung und Reparatur von Kläranlagen zu verbessern.
•Es senkt die technisch und administrativ bedingten Wasserverluste bei „Miyahuna" durch einen ausführlichen Infrastrukturplan und moderne Wasserzähler.
•Das Projekt verbessert die technischen Fähigkeiten und Managementkompetenzen bei „Aqaba Water", um das Infrastrukturmanagement zu optimieren, die Effizienz zu steigern und die Wasserverluste zu senken.
•Es verbessert das Abwassermanagement im Flüchtlingslager Azraq, indem es den Bau und den Betrieb einer Kläranlage unterstützt, die aufbereitetes Abwasser für die Wiederverwendung in der Landwirtschaft bereitstellt.