Ausgangssituation:
Die Tierhaltung in Afrika und Lateinamerika ist vor allem für arme Haushalte bedeutend. Tierische Produkte liefern wichtige Nährstoffe und Einkommen für kleinbäuerliche Familien. Mit höheren Temperaturen und geringerem Niederschlag macht es der Klimawandel jedoch schwieriger, Nutztiere zu halten. Konflikte um Weideflächen nehmen zu. Außerdem verursacht die Tierhaltung viele Treibhausgase und Entwaldung. In Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen mangelt es trotz zunehmender Nachfrage an der Finanzierung und Politik, um die Tierhaltung klima- und umweltfreundlich zu gestalten.
Ziel:
Globale, regionale und nationale Entscheidungsträger*innen haben Politik- und Finanzierungsinstrumente, mit denen die Tierhaltung zum Schutz von Klima, Artenvielfalt und Land beiträgt.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben unterstützt das Interafrikanische Büro für Tierressourcen der Afrikanischen Union (African Union – Interafrican Bureau für Animal Resources, AU-IBAR). Dieses kann so mit seinen Mitgliedsstaaten eine gemeinsame afrikanische Position zu klima- und umweltfreundlicher Tierhaltung entwickeln und politische Schwerpunkte vorantreiben.
Das Vorhaben baut zudem die Kompetenzen von Entscheidungsträger*innen aus, um Klima, Biodiversität und Landnutzung in der Tierwirtschaft besser zu schützen. Es organisiert Wissensaustausch, Wissensverwaltung und Vernetzung, womit afrikanische und lateinamerikanische Verantwortliche innovative Lösungen in Politik und Finanzierung umsetzen können. Hierzu nutzt es das Wissen von internationalen Partnern wie dem Internationalen Forschungsinstitut für Nutztierhaltung (International Livestock Research Center, ILRI).
Des Weiteren unterstützt das Vorhaben AU-IBAR und seine Mitgliedsstaaten dabei, mehr Finanzen für die zukunftssichere Tierhaltung zu mobilisieren. Dabei kooperiert es mit Entwicklungsbanken wie der Afrikanischen Entwicklungsbank und der Weltbank, die die Veränderung fördern.