Ausgangssitutation
Mit 126 Millionen Einwohner*innen ist Äthiopien das zweitbevölkerungsreichste Land Afrikas. Die wirtschaftliche Entwicklung zeigt hohe Wachstumsraten, angetrieben durch die Industrialisierung und eine sinkende Armutsrate. Trotz vieler Förderungen seitens der Regierung stehen die äthiopische Wirtschaft und vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vor Herausforderungen wie schwieriger Finanzierung, schwacher Infrastruktur, bürokratischen Hürden, politischer Instabilität und zu wenig qualifizierten Arbeitskräften.
Ziel
Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sowie die Beschäftigungs- und Einkommenssituation, vor allem für Eigentümer*innen und Beschäftigte von KMU, sind im Sinne einer langanhaltenden Wirtschaftsentwicklung verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben fördert mit der Sonderinitiative „Gute Beschäftigung für sozial gerechten Wandel" langfristige private Investitionen. Die Initiative will hochwertige Arbeitsplätze schaffen, die verbesserte Arbeitsbedingungen und höhere Einkommen bieten – vor allem für Frauen und in umweltrelevanten Wirtschaftszweigen. Sie ist Teil der der Strategie „Invest for Jobs".
Die Initiative setzt auf drei, sich ergänzende Komponenten:
• Sie verbessert die Investitionsbedingungen für europäische und afrikanische Unternehmen.
• Sie unterstützt lokale KMU, indem sie
o verschiedene Managementbereiche fördert,
o Prozess- und Produktinnovationen einführt und die dauerhaft ökologische und soziale Produktion verbessert,
o Geschäftsbeziehungen auf nationalen und internationalen Märkten durch aktive Vernetzung aufbaut.
o bei der Beantragung von Krediten sowie bei gezielter Vernetzung mit Investoren berät.
• Sie optimiert das Unternehmensumfeld in ausgewählten Wirtschaftsbereichen, in dem es mit technologiegestützten Lösungen die Attraktivität steigert und Arbeitsplätze sichert. Das sind zum Beispiel Bezahlfunktionen (E-Commerce); Datenlösungen (eTraceability), Social Media Tools oder Online-Verkaufsplattformen.