Ausgangssituation
Trotz seiner relativen Stabilität in der Sahelzone steht Mauretanien mit über 300.000 Flüchtlingen, von denen mehr als die Hälfte Frauen und Kinder sind, vor großen Herausforderungen. In Hodh El Chargui, der größten Region des Landes, machen Flüchtlinge mehr als 50 Prozent der Bevölkerung aus, sodass die Ressourcen und die Infrastruktur über Gebühr beansprucht werden. Die aufnehmenden Gemeinden, die bereits mit wirtschaftlicher Unsicherheit, Arbeitslosigkeit und Klimawandel zu kämpfen haben, stehen zunehmend unter Druck. In Anbetracht dessen bekräftigte Mauretanien auf dem Globalen Flüchtlingsforum 2023 sein Engagement für die Unterstützung von Flüchtlingen. Die lokalen Systeme sind jedoch weiterhin überfordert, und die Einkommensperspektiven begrenzt.
Ziel
Die sozioökonomische Inklusion von Flüchtlingen und schutzbedürftigen Mitgliedern der aufnehmenden Gemeinden, insbesondere von Frauen, ist in ausgewählten Gebieten Mauretaniens verbessert.
Vorgehensweise
Das Projekt arbeitet mit einem gemischten Team, dem Bedienstete des Amtes des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) angehören, und setzt auf folgende Schwerpunktbereiche:
• Der Zugang zu Basisdienstleistungen wie der Gesundheitsversorgung wird durch Telemedizin, die Bildung durch Unterstützung bei der digitalisierten Einschulung und die Ausstellung von Personenstandsurkunden durch mobile Registrierung sowie Zustellung von amtlichen Urkunden verbessert.
• Die Existenzgrundlagen und die wirtschaftliche Inklusion werden durch berufliche Aus- und Weiterbildungsprogramme gefördert und unternehmerische Initiativen gestärkt.
• Der Sozialschutz wird durch Ausbau der Verweissysteme und Unterstützung des nationalen Sozialregisters verbessert.
Der soziale Zusammenhalt und das friedliche Zusammenleben innerhalb der Gemeinden werden durch Dialogveranstaltungen der beteiligten Gemeinden, kulturelle Austauschmaßnahmen und Workshops zur Konfliktlösung gefördert.
Stand: März 2025