Abstrakte grüne und gelbe Bänder überlappen sich geschwungen und erzeugen einen dynamischen Rahmen

Ein Planet, eine Verantwortung

Ob Energiewende, Waldschutz oder grüne Fachkräfte: Klima- und Umweltschutz sind keine Nebensache, sondern Grundvoraussetzung für eine sichere Zukunft. Gemeinsam mit Regierungen, Unternehmen und Zivilgesellschaft gestalten wir den Wandel – konsequent, nachhaltig und fair.

Klima- und Umweltschutz gehören zu den zentralen Themen der internationalen Zusammenarbeit: Nur durch gemeinsame Anstrengungen bleibt die Erde ein lebenswerter Ort. Klimawandel und Umweltzerstörung verschärfen bestehende Probleme, etwa Wasserknappheit oder Ernteausfälle. Das erzeugt wirtschaftlichen Druck und kann Konflikte befeuern.

Weltwirtschaftsforum listet Risiken auf

Das belegt auch ein Bericht des Davoser Weltwirtschaftsforums, der regelmäßig die weltweit größten Risiken untersucht (Global Risks Report). Kurzfristig dominieren geopolitische Konflikte, Desinformation und soziale Konflikte die Rangliste. Im Zehnjahreshorizont aber führen Umweltrisiken, wie der Verlust an Biodiversität oder die Folgen des Klimawandels, das Ranking an. 

Klima- und Umweltschutz sind daher keine Nebensache, sondern eine Grundvoraussetzung für eine sichere Zukunft. Akute Krisen mögen viel Aufmerksamkeit beanspruchen, doch der Schutz unseres Planeten bleibt eine langfristige Aufgabe und gemeinsame Verantwortung der Weltgemeinschaft. 

GIZ: Investitionen verknüpfen

Entsprechend wird die GIZ weltweit damit betraut, Initiativen für eine klimafreundliche Gesellschaft und Naturschutz voranzutreiben. Sie arbeitet mit Regierungen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft daran, dass Zukunftschancen für Menschen, wirtschaftliche Entwicklung und das Wohl der Umwelt im Einklang stehen. Dabei setzt sie öffentliche Mittel strategisch ein, um privates Kapital in klima- und umweltfreundliche Technologien zu lenken.

Weltweite Energiewende vorantreiben

Ein zentrales Handlungsfeld ist die globale Energiewende. Die Abkehr von fossilen Brennstoffen schützt nicht nur Umwelt und Klima. Wind- und Solarenergie ist inzwischen eine wirtschaftlich sinnvolle Form der Stromerzeugung. Zudem mindert die Energietransformation Abhängigkeiten von Öl und Gas exportierenden Staaten. Gerade für Länder des Globalen Südens, die selbst ein hohes Potenzial für erneuerbare Energien haben und gleichzeitig Energieimporte mit teuren Devisen bezahlen, spricht viel für lokale saubere Lösungen. 

Im Auftrag von Multi-Geber-Plattformen – also Zusammenschlüssen öffentlicher Geber wie Staaten, Entwicklungsbanken und Stiftungen, die ihre Mittel bündeln – bringt die GIZ Klimaziele voran. Im Rahmen der europäischen Global-Gateway-Initiative unterstützt sie im Globalen Süden den Ausbau nachhaltiger Energieinfrastrukturen und mobilisiert private Investitionen über das Global Energy Transformation Programme (GET.pro), das Länder in Afrika und Lateinamerika bei der Planung, Finanzierung und Umsetzung der Energiewende unterstützt.

Eine junge Frau in Schutzkleidung überprüft Kabel unter einem Solarpanel, zwei weitere Personen stehen mit Werkzeug und Unterlagen daneben.
Die GIZ bildet in Indien Männer und Frauen für die Installation und Wartung von Dachsolarmodulen aus, um den Ausbau der Solarenergie voranzubringen.
Hintergrund

Mehr Tempo für globale Energie- und Klimaziele

Die GIZ unterstützt Länder des Globalen Südens dabei, ihre Energieversorgung sicherer und grüner zu gestalten sowie ein attraktives Investitionsumfeld für europäische Investoren zu schaffen. Mit dem Programm Globale Energiewende (GET.pro) bündelt Europa dafür seine Kräfte.

Mehr Mehr Tempo für globale Energie- und Klimaziele
Eine Frau lächelt in die Kamera und hält vor einem provisorischen Unterstand ein Solarpanel in den Händen.

Nachhaltige, dezentrale Energielösungen bieten auch in Konfliktregionen Vorteile: Sie sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch schwerer anzugreifen als große Kraftwerke. 

Die Ukraine zeigt, wie relevant das ist. Seit mehr als vier Jahren bombardiert Russland systematisch die ukrainische Energieinfrastruktur. Als Reaktion setzt die Ukraine verstärkt auf dezentrale erneuerbare Energien – auch mit Unterstützung der GIZ. So wurde beispielsweise eine Geburtsklinik in Kyjiw mit Solaranlagen und Batteriespeichern ausgestattet, um Netzausfälle zu überbrücken.

Wälder und Biodiversität schützen

Ein weiterer Schwerpunkt der GIZ-Arbeit ist der Schutz von Wäldern und Biodiversität. Wälder sind unverzichtbar im Kampf gegen die Erderwärmung. Sie binden große Mengen an CO2, stabilisieren Böden, schützen vor Überschwemmungen und sind Schatzkammern der Artenvielfalt. Ein Beispiel ist der brasilianische Amazonas-Regenwald: Dort unterstützt die GIZ gemeinsam mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Brasilianische Entwicklungsbank beim Management des Amazonienfonds – eine Verbindung von technischer und finanzieller Zusammenarbeit, die Wirkung entfaltet.

Green Jobs: Fachkräfte für die klimafreundliche Wirtschaft

Damit der grüne Wandel gelingt, braucht es zudem qualifizierte Fachkräfte. Windräder installieren, Solarkraftwerke betreiben oder Batteriesysteme warten – die Energiewende stellt konkrete Anforderungen an Ausbildung und Kompetenzen. Eine klimafreundliche Wirtschaft kann Millionen neuer Arbeitsplätze schaffen. Hier setzt die „Global Initiative on Jobs & Skills for the New Economy“ an, die 2025 auf der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém ins Leben gerufen wurde und zu deren Mitgründerinnen die GIZ gehört. 

Energieprojekte besonders erfolgreich

Wie erfolgreich die GIZ im Energiebereich arbeitet, zeigt ihr neuester Evaluierungsbericht: Von den 150 bewerteten Projekten wurden die Energievorhaben besonders häufig als gut eingestuft. Unser Portfolio ist breit und strategisch angelegt und reicht von Windkraft bis zu grünem Wasserstoff, von Solarpanels bis zu sauberen Kochherden.

Evaluierungsbericht 2024 – Energie für Entwicklung

Gute Noten für die Arbeit der GIZ im Bereich Energie: 93 Prozent der evaluierten Projekte wurden als erfolgreich bewertet.

Mehr Evaluierungsbericht 2024 – Energie für Entwicklung
Glühbirne, durch die die abendliche Sonne scheint.

Einen langen Atem haben

Wandel braucht Zeit. Beharrlich auf ein Ziel hinzuarbeiten, ist eine Stärke der GIZ – und die Geschichte gibt ihr recht. Als vor 40 Jahren das Ozonloch zur globalen Bedrohung wurde, schien eine Katastrophe unausweichlich. Sie wurde abgewendet: durch internationale Zusammenarbeit und den Umstieg auf natürliche Kältemittel. Seit 1995 hat die GIZ im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums und anderer Geber mit dem Programm Proklima 60 Länder dabei unterstützt, klimafreundliche Kühltechnik mit natürlichen Kältemitteln einzuführen. Mit der „Green Cooling Initiative“ hat die GIZ ein weltweites Netzwerk mit mehr als 200 Partnern aufgebaut. 

Für Umwelt- und Klimaschutz gilt: Der Wandel ist möglich, wenn wir ihn gemeinsam konsequent, faktenbasiert und fair gestalten. Für diese Ziele engagiert sich die GIZ weltweit.

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