Vögel suchen auf einer Mülldeponie nach Essensresten. Im Hintergrund steht ein Bagger.

Ein modernes, umweltfreundliches System zur Bewirtschaftung von Abfällen in Jordanien fördern

Bewirtschaftung von Hausmüll in Jordanien (SoWas)

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  • Auftraggeber

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Kofinanzierer

    Europäischen Union (EU)

  • Land
  • Politische Träger

    Mehrere

  • Gesamtlaufzeit

    2021 bis 2026

  • Produkte und Fachexpertise

    Nachhaltige Infrastruktur: Wasser, Energie, Verkehr

Aufgereihte, grüne Müllfahrzeuge im Hof

Ausgangssituation

Während der letzten zehn Jahre ist das Abfallaufkommen in Jordanien stark gestiegen. In den nächsten 15 Jahren wird es sich voraussichtlich verdoppeln. Zurzeit produziert das Land etwa 2,7 Millionen Tonnen Hausmüll im Jahr. Die Hälfte davon fällt in der Hauptstadt Amman an. Ursachen für die Entwicklung sind einerseits das Bevölkerungswachstum durch den Flüchtlingsstrom aus Syrien und die verbesserten Lebensbedingungen der jordanischen Bevölkerung. Weil es keine systematische Abfallwirtschaft gibt, werden Abfälle häufig unsortiert deponiert und gefährliche Stoffe nicht abgesondert. Damit ein System zur Bewirtschaftung von Abfällen entsteht, will die jordanische Regierung vorrangig die Kooperation zwischen den Ministerien verbessern, Arbeitsplätze schaffen und die Privatwirtschaft einbeziehen.

Ziel

Die Abfallwirtschaft ist verbessert und privatwirtschaftliche und staatliche Partner arbeiten in diesem Bereich besser zusammen.

Ein Mann arbeitet auf einer Mülldeponie

Vorgehensweise

Das Vorhaben arbeitet eng mit wichtigen politischen Partnern zusammen. Hierzu gehören das Ministerium für Kommunalverwaltung, die Verwaltung des Großraums Amman und das Umweltministerium. Es zielt darauf ab die Kenntnisse und Fähigkeiten innerhalb der zuständigen Einrichtungen zu verbessern und durch Dialog eine bessere Zusammenarbeit zu fördern, um die Bewirtschaftung von Abfällen flächendeckend umzusetzen. Erreicht werden soll dies indem das Vorhaben:

  • die Anpassung der landesweiten Strategie zur Abfallwirtschaft (National Waste Management Strategy) erleichtert, Gemeinden bei einer besseren Trennung von Hausmüll unterstützt und die Privatwirtschaft miteinbezieht
  • die digitale Überprüfung der Mülltrennung umsetzt und auf die Probleme mit gefährlichen Stoffen eingeht.
  • In Bereichen, in denen sich Schwierigkeiten häufen, in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt Schritt für Schritt Problemlösungen findet (Problem Driven Iterative Adaptation, PDIA)

Somit verbessert das Vorhaben die Abfallwirtschaft in Jordanien und geht auf bestehende Probleme ein.

Gelagerter Müll auf einer Deponie in quadratischen Stapeln

Stand: November 2023

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