Teilhabe von Frauen am Wiederaufbau und Friedensprozess im Irak verbessern

Stärkung der Teilhabe von Frauen am Wiederaufbau und Friedensprozess im Irak

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  • Auftraggeber

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Land
  • Politische Träger

    Mehrere

  • Gesamtlaufzeit

    2019 bis 2024

  • Produkte und Fachexpertise

    Sicherheit, Wiederaufbau und Frieden

Frauen spielen miteinander Fußball. Copyright: GIZ

Ausgangssituation

Frauen und Mädchen im Irak haben einen erschwerten Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und Beschäftigung. Ihre Möglichkeiten sind begrenzt, wenn es darum geht sich sozial und politisch zu beteiligen oder eine Rolle mit Entscheidungsmacht einzunehmen. Gründe dafür sind patriarchale Strukturen der Gesellschaft, Geschlechterstereotypen und die weit verbreitete Gewalt gegen Mädchen und Frauen.

Um Frauen besser zu beteiligen hat die irakische Regierung eine Reihe von nationalen Plänen und Gesetzen eingeführt. Ein wichtiger Meilenstein ist der nationale Aktionsplan zu Frauen, Frieden und Sicherheit, welcher zur Umsetzung der UN-Resolution 1325 beiträgt. Jedoch mangelt es oft an der konsequenten Umsetzung und Frauen sind im Wiederaufbau- und Friedensprozess nach wie vor unterrepräsentiert. Gleichzeitig sind sie mit einem hohen Ausmaß an sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt sowie mit diskriminierenden Praktiken konfrontiert.

Ziel

Irakische Frauen gestalten den Wiederaufbau und Friedensprozess gleichberechtigt und aktiv mit.

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Vorgehensweise

Das Projekt agiert in verschiedenen Handlungsfeldern, um die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen am Wiederaufbau- und Friedensprozess im Land zu verbessern.

  • Es hat einen umfassenden Ansatz erarbeitet, der individuelle und institutionelle Fähigkeiten ausbaut und den Fokus auf Dialoge, Sensibilisierungsmaßnahmen und die Umsetzung der „Frauen, Frieden und Sicherheit“ Agenda legt. Bei der Umsetzung arbeitet das Projekt mit religiösen und traditionellen Autoritäten, Aktivist*innen und weiblichen Führungspersonen, zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und gewählten Vertreter*innen zusammen.
  • Es sensibilisiert und verbessert die Fähigkeiten staatlicher Dienstleister*innen, damit sie angemessen auf die Bedürfnisse der Überlebenden von Gewalt gegen Frauen reagieren können.
  • Es produziert öffentlich wirksame Kampagnen in Zusammenarbeit mit von Frauen geleiteten Nichtregierungsorganisationen, um Geschlechterstereotype abzubauen.
  • Es unterstützt digitale Ansätze, welche das aktuelle patriarchale System und bestehende Geschlechterstereotype herausfordern.
  • Es verbessert die Lebensbedingungen jesidischer Frauen, indem es Maßnahmen zur Einkommensschaffung umsetzt und psychosoziale Unterstützung bietet.
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Stand: Juli 2023

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