Flagge Irak
  • Nachhaltige Infrastruktur: Wasser, Energie, Verkehr
  • Staat und Demokratie
  • Soziale Entwicklung
  • Wirtschaft und Beschäftigung
  • Sicherheit, Wiederaufbau und Frieden

Irak

Die GIZ vor Ort

Nationale Mitarbeiter*innen: 323
Internationale Mitarbeiter*innen: 92
Entwicklungshelfer*innen: 2

(Stand: 31.12.2021)

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist seit 2014 im Irak tätig, seit 2018 gibt es ein Landesbüro in Bagdad. 

Als 2011 der syrische Bürgerkrieg ausbrach und der sogenannte Islamische Staat (IS) erstarkte, stieg die Zahl irakischer Binnenvertriebener und syrischer Flüchtlinge sprunghaft an. Noch immer befinden sich rund 1,2 Millionen Iraker*innen auf der Flucht im eigenen Land. Etwa 250.000 syrische Flüchtlinge leben in Camps und Aufnahmegemeinden im Norden des Irak. Insgesamt waren im Jahr 2021 mehr als vier Millionen Menschen im Irak auf humanitäre Hilfe angewiesen. Fehlende Einkommensmöglichkeiten und eine instabile Sicherheitslage erschweren in vielen Regionen sowohl die Rückkehr von Binnenvertriebenen als auch die Verbesserung der Lebensbedingungen der irakischen Bevölkerung insgesamt.
Überdies erlebt das Land eine Wirtschaftskrise. Verschärft wird dies durch politische Instabilität, die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie eine unverändert starke Abhängigkeit vom Erdöl und einen stark subventionierten öffentlichen Bereich. Entsprechend wenig trägt die Privatwirtschaft zur Wirtschaftsleistung und Beschäftigung in Irak bei. Vor allem für junge Menschen, einschließlich der Rückkehrenden, fehlt es an Perspektiven.
Gleichzeitig sind die Provinzverwaltungen aufgrund fehlender Kompetenzen und fehlenden Geldes kaum in der Lage, öffentliche Dienstleistungen zu erbringen.

Die GIZ ist im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), des Auswärtigen Amtes (AA) und der Europäischen Union (EU) in folgenden Schwerpunkten im Irak aktiv: 

  • Wiederaufbau und Friedensförderung 
  • Wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung  
  • Gute Regierungsführung (Good Governance) 

Die GIZ unterstützt im Irak Menschen auf der Flucht, Binnenvertriebene und aufnehmende Gemeinden dabei, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Dies erfolgt durch Weiterbildungen, finanzielle Zuschüsse und psychosoziale Unterstützung. Seit dem Sieg über den IS im Jahr 2017 liegt der Schwerpunkt auf dem längerfristigen Wiederaufbau der befreiten Gebiete im Zentralirak und auf wirtschaftlicher Entwicklung. Hier geht es darum, den sozialen Zusammenhalt zu fördern, Einkommensmöglichkeiten zu schaffen und die lokale Wirtschaft wiederzubeleben.

Darüber hinaus trägt die GIZ durch einen ganzheitlichen Ansatz dazu bei, die wirtschaftspolitischen Bedingungen im Land zu verbessern. Ebenso fördert sie  die Beschäftigungsaussichten und ökonomischen Perspektiven für junge Iraker*innen. Diese Maßnahmen werden in der autonomen Region Kurdistan sowie im Zentralirak durchgeführt. Seit 2018 haben beispielsweise 36.000 Iraker*innen, davon rund 30 Prozent Frauen, einen Arbeitsplatz erhalten oder sich selbstständig gemacht.

Um zu gewährleisten, dass die Iraker*innen künftig einen besseren Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen haben, unterstützt die zudem GIZ die Dezentralisierung der irakischen Verwaltung. Ziel ist es, die Organisationsstrukturen und Arbeitsprozesse auf den verschiedenen Verwaltungsebenen zu verbessern.

Projekte und Programme

GIZ-Magazin akzente

Helfende Hände

GIZ Magazin akzente

Digitaler Aufbruch im Irak

Unsere Referenzen

Image for Related content

Frauen fördern Frieden

Unsere Referenzen

Image for Related content

Mit Plan durch die Pandemie

Unsere Referenzen

Im Fokus

Internet-Schwerpunkt Flucht und Migration