Regionaler Fonds für Dreieckskooperation in Lateinamerika und der Karibik

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Regionaler Fonds für Dreieckskooperation in Lateinamerika und der Karibik
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Lateinamerika und Karibik
Gesamtlaufzeit: 2010 bis 2020

Ausgangssituation

Dreieckskooperationen (DEK) sind gemeinsam geplante, finanzierte und durchgeführte Projekte zwischen

  1. Einem begünstigten Partner entsprechend der Länderliste des Development Assistance Committee (DAC), der Unterstützung bei einer konkreten Herausforderung angefragt hat,
  2. einem Hauptpartner, der die Herausforderung bereits in einem ähnlichen Kontext bewältigt hat und Wissen, Expertise und Ressourcen teilt,
  3. einem unterstützenden Partner (Fazilitator), der die Partnerschaft finanziell oder fachlich unterstützt.

Dreieckskooperationen stärken Partnerschaften im Sinne der Agenda 2030, indem sie zur gemeinsamen Erreichung globaler, nachhaltiger Entwicklungsziele beitragen. Komplementäre Stärken der Partner und gegenseitige Lerneffekte bieten einen Mehrwert gegenüber Projekten, die nur zwischen zwei Ländern stattfinden. Zudem bilden die Projekte eine Brücke zwischen der Nord-Süd- und der Süd-Süd-Kooperation.

Ziel

Dreieckskooperationen zwischen lateinamerikanischen und karibischen Partnerländern und Deutschland stärken öffentliche Politiken für nachhaltige Entwicklung in der Region.

Vorgehensweise

Der Regionale Fonds ermöglicht den beteiligten Ländern ein gemeinsames, systematisches Lernen zu Chancen und Grenzen der Dreieckskooperation. Alle Länder Lateinamerikas und der Karibik können sich dabei als Kooperationspartner anbieten. Als Empfänger kommen auch Partnerländer anderer Regionen in Frage.

Bei halbjährlichen Ausschreibungen können die Länder Vorschläge für Dreieckskooperationen einreichen. Thematische Einschränkungen gibt es nicht, allerdings müssen der Mehrwert für alle Beteiligten und die Nachfrage im Empfängerland deutlich erkennbar sein. Außerdem müssen die Ziele mit den entwicklungspolitischen Prioritäten der Partner übereinstimmen.

Deutschland unterstützt die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung der Dreieckskooperationen insbesondere über deutsche und regionale Fachkräfte, durch Wissensmanagement und Vernetzung, Fort- und Ausbildungsmaßnahmen sowie Sachlieferungen.

Stand: Februar 2022