Ein Mann lädt in Kenia sein Elektroauto an einer Ladestation auf

Meer und Küsten in Kenia und Tansania grenzüberschreitend schützen

Grenzüberschreitender Schutz und nachhaltige Bewirtschaftung der Meeres- und Küstenregion in Kwale, Kenia und Tanga, Tansania

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  • Auftraggeber

    Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

  • Land
  • Politische Träger

    Mehrere

  • Gesamtlaufzeit

    2023 bis 2026

  • Produkte und Fachexpertise

    Klima, Umwelt, Management natürlicher Ressourcen

Ein Mangrovenwald an einer Meeresküste.

Ausgangssituation

Die Küsten Kenias und Tansanias gehören zum großen Ökosystem des Somalistroms und beherbergen eine einzigartige Artenvielfalt. Die Leistungen dieses Ökosystems – vor allem Fisch – bilden die Lebensgrundlage und oft die Haupteinnahmequelle der Küstenbewohner*innen. Sie sind die Basis für den wirtschaftlich bedeutenden Austausch zwischen den Städten Kwale in Kenia und Tanga in Tansania.

Das Ökosystem wird jedoch stark beansprucht und leidet. Durch überfischte Meere und Korallenriffe, von der Fischerei zerstörte Seegraswiesen und für Holz und Brennstoff gerodete Mangrovenwälder geht die Artenvielfalt zurück. Die Gemeinden sind bereits darin eingebunden, die verschiedenen Schutzgebiete zu verwalten. Dennoch fehlen ihnen Strategien und Unterstützung, um die ausgewiesenen Gebiete effektiv zu schützen und neue Schutzgebiete auszuweisen.

Ziel

Es existiert ein Mechanismus, wodurch die Gemeinden Meeres- und Küstenressourcen grenzüberschreitend, partizipativ und umweltfreundlich bewirtschaften. Dadurch wird die Artenvielfalt im Wasser und an der Küste der Regionen Kwale und Tanga erhalten.

Fische und Tintenfische liegen aufgereiht auf einem Tisch.

Vorgehensweise

Mit den staatlichen Organisationen Kenya Wildlife Service (KWS) und Marine Parks and Reserves Unit (MPRU) trägt das Vorhaben dazu bei, grenzübergreifende Meeresschutzgebiete zu schaffen.

Es unterstützt darüber hinaus lokale Gemeinden und Strandmanagement-Einheiten (Beach Management Units, BMUs) der lokalen Fischer*innen darin, die vorhandenen natürlichen Ressourcen umweltfreundlich zu nutzen und zu schützen. Die BMUs sind staatlich unterstützte Gruppen, die die Fischerei mitorganisieren und die umweltfreundliche Nutzung und den Schutz der Ressourcen, zum Beispiel durch Fischfangquoten, nachhalten. Zu den konkreten Maßnahmen zählen die Stärkung von Kompetenzen zu nachhaltiger Fischerei, die Erarbeitung von Managementplänen zur nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen und die Entwicklung umweltfreundlicher Einkommensquellen für die Küstenbewohner*innen.

Stand: Oktober 2023

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