Tansania

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Die deutsche internationale Zusammenarbeit ist seit 1975 in Tansania tätig, 1982 wurde ein Büro in Dar es Salaam eröffnet. Derzeit sind 130 nationale Mitarbeiter, 33 entsandte Fachkräfte, 10 Entwicklungshelfer und 16 integrierte Fachkräfte vor Ort tätig und arbeiten gemeinsam mit den Projektpartnern in Tansania sowie auf regionaler Ebene mit der Ostafrikanischen Gemeinschaft mit Sitz in Arusha.

Mit rund 50 Millionen Einwohnern ist Tansania eines der bevölkerungsreichsten Länder in Afrika südlich der Sahara. Seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1964 hat sich das Land friedlich und politisch weitgehend stabil entwickelt. Die Wirtschaft ist über die letzten fünf Jahre mit durchschnittlich sieben Prozent gewachsen. Die Ausbeutung von Erdgas und anderen Bodenschätzen steht noch ganz am Anfang. Im aktuellen 5-Jahresentwicklungsplan (2016–2021) setzt die Regierung den Fokus auf den zügigen Ausbau von Infrastruktur und verarbeitender Industrie, um den Übergang zu einem Mitteleinkommensland zu schaffen. Die Herausforderungen liegen darin, den wirtschaftlichen Wandel so zu nutzen, dass sich die Lebensbedingungen für die Bevölkerung nachhaltig verbessern. Er soll dazu beitragen, die Armut im Land zu verringern und die Beschäftigung zu steigern.

Die deutsch-tansanische Kooperation arbeitet zu folgenden Schwerpunkten:

  • Gesundheit
  • Wasser
  • Biodiversität

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Gesundheitssektor dabei, vor allem für Mütter und Kleinkinder einen besseren Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen zu schaffen und die Qualität der Gesundheitsdienste zu verbessern. Außerdem arbeitet sie gemeinsam mit dem Wasserministerium an Gesetzen und Managementkonzepten, die die Wasser- und Abwasserbetriebe effizienter machen und damit eine bessere Wasserversorgung ermöglichen. Dabei werden klimarelevanter Aspekte berücksichtigt.

Im Bereich Biodiversität berät die GIZ das Ministerium und die neue Wildtier-Schutzbehörde Tanzania Wildlife Authority (TAWA) dabei, wichtige Ökosysteme des Landes wie die Serengeti und den Selous zu erhalten. Einnahmen aus Naturschutz und Tourismus sollen stärker der lokalen Bevölkerung zugutekommen, um die Akzeptanz für Schutzgebiete zu heben.

In weiteren Programmen arbeitet die GIZ unter anderem mit dem tansanischen Rechnungshof zu guter finanzieller Regierungsführung. Darüber hinaus wird die Regulierungsbehörde für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz dabei unterstützt, Rahmenbedingungen für den künftigen Energiemix und für privatwirtschaftliche Investitionen zu gestalten.

Eine Reihe von Mehrländerinitiativen trägt dazu bei, Einkommen und Beschäftigung zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit der tansanischen Wirtschaft zu verbessern: So setzt ein von Deutschland, Großbritannien, Norwegen und privatwirtschaftlichen Unternehmen gemeinsam finanziertes Vorhaben auf eine verbesserte berufliche Ausbildung und Beschäftigungsmöglichkeiten für lokale Arbeitskräfte rund um den Rohstoffsektor. Die Initiative zur Förderung der afrikanischen Reis-Wertschöpfungskette erhöht die Wettbewerbsfähigkeit von Kleinbauern und trägt so nachhaltig dazu bei, ihr Einkommen zu verbessern. In einem weiteren Programm erarbeiten öffentliche, private und zivilgesellschaftliche Akteure gemeinsam Lösungsansätze zur nachhaltigen Nutzung der Wasserressourcen in ausgewählten Gebieten. Für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) wird die Marktentwicklung im Bereich Erneuerbare Energie unterstützt.

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