Kenia

GIZ-Banner-Kenia

Seit 1975 arbeitet die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Kenia. Zurzeit sind mehr als 200 nationale und 66 internationale Fachkräfte im Land tätig. Im Rahmen verschiedener Projekte sind wir überdies an 11 Partnerschaften mit der deutschen und kenianischen Privatwirtschaft beteiligt.

Die Landwirtschaft steuert einen großen Teil zum kenianischen BIP bei. Dabei werden 75 % der inländischen Nahrungsmittel von Subsistenzbauern erzeugt, die nur einen unzureichenden Zugang zu Rohstoffen, Finanzierungslösungen und Märkten haben und nicht unternehmerisch und marktorientiert agieren können. Außerdem fehlt es in der kenianischen Landwirtschaft an Knowhow in Bezug auf nachhaltige Technologien zur Steigerung der Produktivität. Hier setzt die GIZ an und stellt Innovationen bereit, die für mehr Beschäftigung sorgen und die Ernährungssicherheit verbessern.

Die kenianische Regierung legt großen Wert darauf, alle Bürgerinnen und Bürger mit ausreichenden Gesundheitsleistungen zu versorgen. Allerdings müssen mehr als 20 Millionen Kenianer mit weniger als 2 US-Dollar pro Tag auskommen, so dass die Gefahr besteht, dass ein Teil der Bevölkerung vom Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsleistungen ausgeschlossen bleibt. Die GIZ unterstützt staatliche und nicht staatliche Akteure aus diesem Sektor bei der Umsetzung relevanter Strategien zur Verbesserung einer hochwertigen Gesundheitsversorgung der Bevölkerung, vor allem der armen Bevölkerungsteile sowie der Angehörigen des informellen Sektors.

In den letzten Jahrzehnten wurden die Umsetzung von Reformen und die Bereitstellung ausreichender Dienstleistungen durch Korruption verhindert, was ein gerechtes und nachhaltiges sozio-ökonomisches Wachstum stark gehemmt hat. Diese Entwicklung ist ein Ergebnis von Lücken im System, die wiederum durch schwache interne Strukturen, Habgier, fehlende Rechenschaftspflicht und mangelhafte Führung verursacht wurden. Die GIZ unterstützt staatliche und nicht staatliche Akteure bei der wirkungsvollen Bekämpfung von Korruption und Machtmissbrauch in der öffentlichen Verwaltung, um die Lücke zwischen der Erkennung von Korruption und der Durchsetzung des Rechts zu schließen.

Das kenianische Stromnetz gehört zu den modernsten im subsaharischen Afrika. Die zahlreichen Reformen, die die kenianische Regierung in den letzten 15 Jahren auf den Weg gebracht hat, haben Wettbewerb und Effizienz weiter gestärkt. Angesichts der reichlich vorhandenen erneuerbaren Energiequellen besitzt das Land ein großes Potenzial zum Auf- und Ausbau von erneuerbaren Energien. Die GIZ leistet einen Beitrag zu einer umweltfreundlichen, kostengünstigen und zuverlässigen Stromversorgung und konzentriert sich dabei auf Geothermie, Solarenergie, Wasserkraft und Windkraft.

Die kenianische Privatwirtschaft ist der wichtigste Motor für Wachstum und Entwicklung. Deshalb arbeitet die GIZ mit verschiedenen kenianischen Partnern zusammen, um durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und Möglichkeiten der Einkommenserzielung – vor allem in der Rohstoff- und Umweltwirtschaft – die Armut zu mindern.

Zu den weiteren Handlungsfeldern der GIZ gehört die Friedenssicherung. Hier fördert die GIZ die Stärkung der Kapazitäten lokaler Organisationen auf den Gebieten Dialog, Konfliktsensibilität und nicht gewaltsame Konflikttransformation. Ein wichtiges Instrument zur Erreichung dieser Entwicklungsziele ist Sport. Außerdem ist die GIZ in Kakuma, dem größten Flüchtlingslager der Welt, präsent. Dort hat die GIZ verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um die Lebensbedingungen der Flüchtlinge und der aufnehmenden Gemeinschaften zu verbessern.

Zudem werden in Kenia verschiedene regionale Programme in den Bereichen, Umwelt und Klimaschutz sowie Frieden und Sicherheit umgesetzt. Dabei unterstützt die GIZ Capacity Development für Einzelne und ausgewählte Institutionen, um die Menschen in die Lage zu versetzen, ihr Leben aus eigener Kraft zu verbessern. Wir haben Richtlinien für eine armutsorientierte Entwicklung erarbeitet und führen unsere Projekte in enger Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und auf der Grundlage von Verhandlungen zwischen den Regierungen durch.

Projekte und Programme

Bürokontakt

MEHRSCHLIESSEN
GIZ-Büro Nairobi
Landesdirektor
Hendrik Linneweber
E-Mail: giz-kenia@giz.de


Büroadresse
GIZ-Büro Nairobi
Riverside Drive, Riverside Mews Building, opp. Prime Bank Headquarters
Nairobi
Telefon: +254 20 4228 000
Fax: +254 20 4228 999


Postanschrift
P.O. Box 41607 00100, Riverside Drive
Nairobi
Kenya