Eine Frau sitzt an einem Schreibtisch mit einem Laptop.

Kommunale Dienstleistungen auf dem Balkan modernisieren

Offener Regionalfonds für Südosteuropa – Modernisierung kommunaler Dienste

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  • Auftraggeber

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Kofinanzierer

    Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)

  • Politische Träger

    Mehrere

  • Gesamtlaufzeit

    2006 bis 2028

  • Produkte und Fachexpertise

    Staat und Demokratie

Eine Gruppe von Menschen sitzen vor einer Abbildung der Digitalisierung der Wirtschaft in der Europäischen Union.

Ausgangssituation

Die Länder des Westbalkans streben einen Beitritt zur Europäischen Union an. Der Beitrittsprozess bringt jedoch Herausforderungen für die kommunalen Behörden mit sich, insbesondere bei der Bereitstellung von öffentlichen Dienstleistungen und der Entwicklung der lokalen Wirtschaft. Darüber hinaus fehlt es den Kommunalverwaltungen und den öffentlichen Versorgungsunternehmen an den notwendigen Fähigkeiten, um für eine ordnungsgemäße Abfall- und Wasserwirtschaft zu sorgen. Überdies ist in vielen Fällen die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft unzureichend. Infolgedessen erreichen die Länder des Westbalkans die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) nicht und erfüllen noch nicht die EU-Standards.

Ziel

Die Städte und Gemeinden auf dem Westbalkan verbessern die Bedingungen für die Erbringung von öffentlichen Dienstleistungen und die Entwicklung der lokalen Wirtschaft unter Erfüllung der EU-Anforderungen.

Vorgehensweise

Das Projekt fördert die regionale Zusammenarbeit und den Wissenstransfer zwischen dem öffentlichen Sektor, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft. Außerdem bietet das Projekt den lokalen Behörden die Möglichkeit, die kommunalen Dienstleistungen im Einklang mit der Grünen Agenda der EU für die Staaten des Westbalkans zu verbessern und so zur Verwirklichung der Agenda 2030 und der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen beizutragen. Gleichzeitig unterstützt das Projekt die Lokalregierungen bei der Verbesserung des Geschäftsklimas durch die Verankerung der Partnerschaft für eine wettbewerbsfähige Region (CORE-Partnerschaft) und des Programms zur Zertifizierung von Unternehmen (Business Friendly Certification – BFC). Mit Unterstützung des Schweizer Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) wurde das Regional Capacity Development Network for Water and Sanitation (RCDN) gegründet, um die notwendigen Veränderungen im öffentlichen Wassersektor zu erreichen. Außerdem arbeitet das Projekt an der Verbesserung der Beschäftigungsperspektiven für gefährdete Bevölkerungsgruppen. So wird für Saisonarbeiter*innen ein elektronisches Registrierungssystem eingeführt, das ihnen die Arbeitssuche erleichtert. Damit öffentliche Dienstleistungen künftig effizienter und wirksamer erbracht werden, fördert das Projekt die Entwicklung intelligenter, grüner, innovativer und praktischer digitaler Lösungen für Kommunen und andere öffentliche Einrichtungen. Darüber hinaus unterstützt das Projekt Entwicklungspartnerschaften mit dem Privatsektor und mobilisiert zu diesem Zweck zusätzliche Ressourcen und Know-how zur Modernisierung von kommunalen Dienstleistungen sowie zur Stärkung der lokalen Wirtschaft. Das Projekt unterstützt die Harmonisierung mit dem Acquis Communautaire der EU, insbesondere mit den Kapiteln 19, 20 und 27.

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Podium.

Stand: Januar 2024

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