Im ländlichen Amazonasgebiet spielen Frauen aus traditionellen Gemeinschaften wie die Quilombolas mit ihrem Wissen, ihrer Kultur und ihren umweltfreundlichen Herstellungsverfahren eine maßgebliche Rolle beim Erhalt des Regenwaldes. Bei der Wahrnehmung dieser Rolle stoßen sie jedoch auf soziale und wirtschaftliche Hindernisse.
In den städtischen Gebieten tragen die Wertstoffsammlerinnen zur Senkung des Abbaus natürlicher Ressourcen und damit zur Anpassung an den Klimawandel bei. Obwohl sie einen wichtigen Beitrag leisten, werden Frauen in Brasilien im Hinblick auf das Einkommen und die politische Teilhabe oftmals unfair behandelt. Häufig sind sie geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt.
Das Frauenministerium hat strategische Elemente zur Förderung der Gleichberechtigung in seine Politik integriert. Es hat Strategien zur Förderung der gleichberechtigten sozialen, politischen und wirtschaftlichen Teilhabe von Quilombola-Frauen und Wertstoffsammlerinnen umgesetzt.
Das Projekt nimmt im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes strukturelle, institutionelle und soziale Hindernisse in Angriff. Es verbessert die Koordinierungs- und Kommunikationskanäle des Frauenministeriums, um die Frauenpolitik im Kontext des Just Transition durch Beteiligungsprozesse weiterzuentwickeln.
Das Projekt arbeitet im Bundesstaat Pará direkt mit vorrangigen Zielgruppen zusammen, um ihre Teilhabe an der Politikgestaltung zu verbessern. Die wesentlichen Maßnahmen umfassen:
-Schulungen zur Interessenvertretung und politischen Analyse durchführen, um die Teilhabe der Organisationen an der Politikgestaltung zu steigern;
-Schulungen und Bewertungen anbieten, um die Bedingungen für eine gleichberechtigte wirtschaftliche Teilhabe zu verbessern;
-eine kontextspezifische Strategie zur Gewaltprävention durch gemeindegestützte Initiativen entwickeln.