Flüchtlingsaufnehmende Gemeinden im Abfallmanagement unterstützen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung flüchtlingsaufnehmender Gemeinden im Abfallmanagement in Jordanien
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Jordanien
Politischer Träger: Jordanian Ministry of Municipal Affairs
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2020

Ausgangssituation

Die syrische Flüchtlingskrise ist für Jordanien eine große Herausforderung, vor allem für die nördlichen Provinzen. Mehr als 80 Prozent der registrierten Flüchtlinge leben außerhalb der Flüchtlingslager. Dadurch haben die Einwohnerzahlen in vielen Gemeinden stark zugenommen, was zu einem Anstieg der Abfallmengen geführt hat. Die städtischen Abfallabteilungen sind mit der Einsammlung der Abfälle zunehmend überfordert. Die jordanische Regierung ist bemüht, mithilfe der im Jahr 2015 ausgearbeiteten Nationalen Abfallstrategie die akuten Probleme in den Griff zu bekommen. Für das Abfallmanagement auf der Gemeindeebene ist das Ministerium für kommunale Angelegenheiten (Ministry of Municipal Affairs, MoMA) verantwortlich. Dieses verfügt jedoch nicht über ausreichende Kapazitäten, dem gestiegenen Bedarf gerecht zu werden.

Ziel

Durch ein effizienteres Abfallmanagement in den flüchtlingsaufnehmenden Gemeinden haben sich die Lebensbedingungen der Bevölkerung verbessert. Gleichzeitig werden umweltschädliche Auswirkungen vermindert.

Vorgehensweise

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fördert das Vorhaben die Verbesserung der Abfallentsorgung. Dabei baut es auf einem Vorgängerprojekt auf. Bisherige Maßnahmen führten zu einer verbesserten Einsatzbereitschaft von Müllsammelfahrzeugen. Ausrüstung und Ersatzteile wurden bereitgestellt, Wartungspläne entwickelt und die Routenplanung optimiert. Darauf aufbauend wird nun ein Konzept zur interkommunalen Kooperation für die Instandhaltung und Reparatur von Abfallsammelfahrzeugen ausgearbeitet. Die Werkstatt in Irbid dient dabei künftig als gemeinsames Servicecenter, in dem auch KFZ-Mechaniker*innen für die Reparatur von Müllfahrzeugen ausgebildet werden. 

Vier Gemeinden werden bei der Erstellung und Umsetzung von Abfallwirtschaftsplänen gefördert. Ein neues Gebührensystem für die Entsorgung von Abfällen aus Gewerbe- und Handelsbetrieben wurde eingeführt.

Zudem hat das Vorhaben das Ministerium für kommunale Angelegenheiten (MoMA) beim Aufbau einer neuen Abteilung für Abfallwirtschaft unterstützt. Die GIZ berät das MoMA beim institutionellen und organisatorischen Aufbau sowie bei der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter*innen.  

Mit den Maßnahmen werden die Effizienz und der Kostendeckungsgrad der Abfalleinsammlung verbessert.

Wirkungen

Das Management für die Abfalleinsammlung und für den Gebühreneinzug bei den vier unterstützten Gemeinden ist verbessert. Abfallsammelfahrzeuge werden besser gewartet, die Leistungsfähigkeit der Abfalleinsammlung wird dadurch erhöht. Das MoMA ist in der Lage, die Aufgaben im Abfallsektor wahrzunehmen. Es berät und unterstützt die Gemeinden bei Managementaufgaben und der Umsetzung von Vorschriften. Dadurch hat sich die Abfallentsorgung in den Gemeinden verbessert.