Anpassung an den Klimawandel durch grenzüberschreitendes Hochwasserrisikomanagement im westlichen Balkan

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Anpassung an den Klimawandel durch grenzüberschreitendes Hochwasserrisikomanagement im westlichen Balkan
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Länder: Südosteuropa (Albanien, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien)
Politischer Träger: Albanien: Ministerium für Tourismus und Umwelt; Kosovo: Ministerium für Umwelt, Raumplanung und Infrastruktur; Montenegro: Ministerium für Ökologie, Raumplanung und Urbanität; Nordmazedonien: Ministerium für Umwelt und Raumplanung
Gesamtlaufzeit: 2012 bis 2022

Floods 2010 in Shkodra region

Ausgangssituation

Das Einzugsgebiet des Flusses Drin im westlichen Balkan beheimatet 1,6 Millionen Menschen. Das Flusssystem bietet der Bevölkerung wichtige Lebensgrundlagen, denn es stellt die für Stromerzeugung, Bewässerung, Fischerei und Freizeitaktivitäten benötigten Ressourcen bereit. Durch die Zunahme von Flusshochwassern und Dürren im Mittelmeerraum, insbesondere auf dem westlichen Balkan, sind jedoch die Risiken für die Wirtschaft, die Tier- und Pflanzenwelt und die menschliche Gesundheit gestiegen.

In den letzten Jahren traten auf dem Westbalkan immer öfter schwere Naturkatastrophen auf, hauptsächlich Überschwemmungen und Dürren. So hat der Klimawandel dazu geführt, dass der Drin häufiger weit über seine Ufer tritt, wodurch die Lebensbedingungen der Bevölkerung, die in seinem Einzugsgebiet lebt, beeinträchtigt werden. Diese Entwicklung kann dramatische wirtschaftliche Folgen haben, denn die Überschwemmungen führen zu hohen Sachschäden an Gebäuden sowie zum Verlust von Nutzpflanzen und Vieh. In den Anrainerstaaten des Drin (Albanien, Kosovo, Montenegro und Nordmazedonien) ist man sich der Tatsache bewusst, dass die Länder in Sachen Katstrophenvorsorge, Notfallmaßnahmen und Wiederaufbau gemeinsam handeln müssen, um die Folgen von Naturkatastrophen erfolgreich zu bewältigen und sich an die erwarteten Veränderungen anzupassen.

Ziel

Das grenzüberschreitende Hochwasserrisikomanagement ist im Hinblick auf den Klimawandel im westlichen Balkan gestärkt.

Measurements of water level

Vorgehensweise

Das Projekt konzentriert sich auf das Einzugsgebiet des Drin und unterstützt nationale und lokale Institutionen in Albanien, Kosovo, Montenegro und Nordmazedonien.

 


Zurzeit ist das Projekt im Wesentlichen in drei Handlungsfeldern tätig:

  • Kartierung von Hochwassergefahren und -risiken: Das Projekt unterstützt seine Partnerinstitutionen mit technischem und methodischem Fachwissen bei der partizipativen Entwicklung von Karten zu Hochwassergefahren und -risiken gemäß der EU-Hochwasserrichtlinie.
  • Frühwarnung: Das Projekt arbeitet in ausgewählten Pilotgebieten mit nationalen und lokalen Behörden zusammen, um effektive Frühwarnsysteme (einschließlich der entsprechenden Kapazitäten) aufzubauen, mit denen die Bevölkerung rechtzeitig gewarnt werden kann. Das Projekt berät die Wetterdienste der Partnerländer, damit diese ihre Kapazitäten für die Vorhersage von Hochwassern verbessern können.
  • Institutionelle Entwicklung: Das Projekt unterstützt die nationalen und lokalen Akteure bei der Stärkung ihrer strategischen Kapazitäten im Hinblick auf eine bessere Koordination des Hochwasserrisikomanagements. Vor Ort in den Risikogebieten werden ausgewählte Maßnahmen des Hochwasserrisikomanagements umgesetzt.

Stand: August 2019