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  • UMWELT UND KLIMA

Malediven

Diplomatische Beziehungen zu den Malediven bestehen bereits seit 1966. Die GIZ unterstützt die Regierung der Malediven im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) beim Erreichen ihrer Klimaziele.

Die Malediven bestehen aus 1196 Inseln, von denen rund 190 bewohnt sind und etwa 90 touristisch genutzt werden. Etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung lebt in der dicht besiedelten Hauptstadt Malé.

Der Tourismus ist mit Abstand der größte Wirtschaftszweig der Malediven. Er trägt zu rund 28 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei und erbringt mehr als 90 Prozent aller Steuer- und Zolleinnahmen. Andere Sektoren machen dagegen nur einen Bruchteil des Bruttoinlandsproduktes aus. Der überwiegende Teil der im Land gehandelten Waren ist importiert.

Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen der Bevölkerung ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, jedoch bestehen weiterhin beträchtliche Einkommensunterschiede. Die Arbeitslosenquote ist vor allem unter Jugendlichen vergleichsweise hoch.

Erst im Zuge eines Demokratisierungs- und Reformprozesses ab 2005 haben sich politische Parteien auf den Malediven etabliert. In einem Referendum im Jahr 2007 entschied sich die Bevölkerung der Malediven für ein Präsidialsystem in Anlehnung an die US-Verfassung. Erster frei gewählter Präsident war Mohamed Nasheed. Stabile demokratische und rechtsstaatliche Strukturen zu entwickeln ist für die junge Republik weiterhin eine Herausforderung. Grundrechte wie Rede- und Meinungsfreiheit sind eingeschränkt und Religionsfreiheit wird ausdrücklich ausgeschlossen.

Die größte Herausforderung für den Inselstaat sind allerdings die möglichen Auswirkungen des Klimawandels. 80 Prozent des Staatsgebiets liegt weniger als einen Meter über dem Meeresspiegel. Damit sind die Malediven mit ihrem fragilen Ökosystem bei einem Anstieg des Meeresspiegels besonders anfällig. Die Regierung ist daher bemüht, ambitionierte Klimaschutzziele umzusetzen und mit baulichen Maßnahmen zum Schutz sowie der Umsiedlung von Bewohnerinnen und Bewohnern kleinerer, besonders gefährdeter Inseln den möglichen Folgen des Klimawandels zu begegnen.

Auf den Auswirkungen des Klimawandels liegt auch der Fokus der deutschen Zusammenarbeit mit den Malediven. Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) konzentriert sich die Unterstützung der GIZ auf die Klimaneutralitätsstrategie des Landes. Um diese zu erreichen wollen die Malediven erneuerbare Energien und klimafreundliche Technologien einsetzen und öffentliche Institutionen und private Akteure so schulen, dass sie das Know-how besitzen, um umfassende Strategien zur Minimierung von Emissionen zu erarbeiten und daraus abgeleitete Aktivitäten durchzuführen.

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