Reform des Elektrizitätssektors zur Unterstützung der Klimapolitik Grenadas

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Reform des Elektrizitätssektors zur Unterstützung der Klimapolitik Grenadas (G-RESCP)
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI)
Land: Grenada
Politischer Träger: Ministerium für Finanzen und Energie
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2017

© GIZ

Ausgangssituation

Der Inselstaat Grenada hat aus mehreren Gründen einen der höchsten Strompreise der Welt, unter anderem wegen der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und den damit einhergehenden hohen Importkosten. Die grenadische Regierung hat sich in ihrer Energiepolitik und als Unterzeichnerin des Kyoto-Protokolls dazu verpflichtet, bis 2020 einen Anteil von 20 Prozent erneuerbarer Energie bei der Elektrizitätserzeugung zu erreichen. Derzeit wird Strom jedoch nahezu vollständig aus fossilen Energieträgern produziert, insbesondere aus Diesel. Grund dafür sind unter anderem monopolistische Strukturen in der Elektrizitätserzeugung, -übertragung und -verteilung. Aufgrund der bestehenden rechtlichen sowie der fehlenden regulatorischen Rahmenbedingungen ist der Markteinstieg unabhängiger Energieerzeuger bisher gescheitert. Die Regierung Grenadas möchte den bis 2073 geltenden Monopolvertrag mit dem Stromversorger GRENLEC und dessen Hauptinvestor deshalb neu verhandeln.

Ziel

In Grenada ist der Markt für Strom und für Energieeffizienztechnologien offener; damit sind die Voraussetzungen für Stromproduktion vermehrt aus erneuerbaren Energien von unabhängigen Stromerzeugern hergestellt. Treibhausgasemissionen sind reduziert und die Abhängigkeit von Ölimporten ist vermindert.

Vorgehensweise

Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) unterstützt die GIZ die Regierung Grenadas bei der Umstrukturierung des Energiesektors, um die Klimaziele des Landes zu erreichen. Neue rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen sollen den Markt für Strom und für Energieeffizienztechnologien öffnen. Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien durch unabhängige Stromerzeuger soll gefördert werden. Die Umstrukturierung wird Treibhausgasemissionen vermindern und die Abhängigkeit von Ölimporten verringern.

  • Grundlage der Sektorreform ist das neue Elektrizitätsversorgungsgesetz der Berater des 2013 gegründeten regionalen Energieregulierers Eastern Caribbean Electricity Regulatory Authority (ECERA). Die GIZ unterstützt die grenadische Regierung bei der Bewertung der technischen, wirtschaftlichen und juristischen Details des Gesetzentwurfs. Die einzelnen Schritte umfassen:
  • Unterstützung der Regierung Grenadas bei der Überarbeitung und Umsetzung des Elektrizitätsversorgungsgesetzes und des Regulierungsgesetzes
  • Dialog zwischen den Stakeholdern, um die Umsetzung notwendiger Änderungen zu fördern und den Übergang zu neuen regulatorischen und institutionellen Strukturen zu erleichtern
  • Entwicklung einer Roadmap, um Herausforderungen sowie Handlungs- und Unterstützungsbedarf beim Ausbau erneuerbarer Energien und Energieeffizienz zu ermitteln
  • Aufbau eines nationalen Forums für den Informationsaustausch über erneuerbare Energietechnologien und Energieeffizienz