Überwachung und Verwaltung der Subventionen von Gavi und des Globalen Fonds

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Fiskalagent-Dienstleistungen in der Demokratischen Republik Kongo
Auftraggeber: Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria und GAVI die Impfallianz 
Land: Demokratische Republik Kongo
Politischer Träger: Ministerium für Gesundheit 
Gesamtlaufzeit: 2014 bis 2019

Carte DPS

Ausgangssituation

Die Bevölkerung der Demokratischen Republik Kongo ist in weiten Teilen des Landes hohen Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Neben den Missständen im Kampf gegen weit verbreitete Infektionskrankheiten wie AIDS, Malaria und Tuberkulose ist der Zugang zu Impfungen gegen tödliche Krankheiten wie Hepatitis B, Gelbfieber und Meningitis nicht gewährleistet. Im Zuge der Reform der Gesundheitsfinanzierung im Kongo wurde 2009 im Gesundheitsministerium eine Struktur zur Verbesserung der Koordination und Umsetzung der Fremdfinanzierung, die Cellule d'Appui et de Gestion Financière (CAGF), eingerichtet. 

Ziel

Das kongolesische Gesundheitsministerium nutzt Zuschussmittel vom Global Fonds und der Impfallianz Gavi angemessen, transparent und regelgemäß.

Vorgehensweise

Seit Dezember 2014 ist der Geschäftsbereich International Services der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH als Treuhandgesellschaft von Gavi und dem Global Fonds  tätig. Das kongolesische Gesundheitsministerium erhält technische Unterstützung, um verschiedene Ziele zu erreichen. Zum einen geht es darum, für Transparenz und die Einhaltung von Geberanforderungen und internationalen Standards bei der Verwaltung von Gavi- und Global Fonds-Mitteln zu sorgen. 2018 beliefen sich diese auf mehr als 50 Millionen Dollar. Zum anderen erweitert das Projekt die Fähigkeiten des Gesundheitsministeriums in den Bereichen Finanzen, Beschaffung, Buchhaltung, Berichterstattung und Organisationsmanagement. In der Hauptstadt Kinshasa unterstützt das Vorhaben das Gesundheitsministerium bei der Umsetzung von zentral gesteuerten Verwaltungsprozessen. Es arbeitet aber auch mit den Gesundheitsbehörden in den 26 Provinzen des Landes zusammen. In 14 Provinzen sind Hauptbuchhalter*innen und Schatzmeister*innen für die Verwaltung von Geldern in dezentralisierten Provinzialabteilungen für Gesundheit (DPS) dauerhaft präsent.

Schwerpunkt der Arbeit ist unter anderem eine Qualitätssicherung durch wirksame Kontrollmechanismen. Weiterhin wird die Förderfähigkeit von Zahlungen geprüft und diese werden sachgerecht dokumentiert. Das CAGF erhält Unterstützung bei der genauen und fristgerechten Führung der Finanzbücher für alle Transaktionen. Das Vorhaben sorgt für die Einhaltung vertraglicher Fristen des Förderprogramms und gewährleistet die regelmäßige Berichterstattung an Gavi und den Globalen Fonds. Außerdem stärkt es die finanzielle Leistungsfähigkeit des Ministeriums. Alle diese Maßnahmen zielen darauf ab, die nicht förderfähigen Ausgaben zu reduzieren und langfristig sicherzustellen, dass die CAGF in der Lage ist, die erhaltenen Mittel effizient und ohne Unregelmäßigkeiten eigenständig zu verwalten.

Wirkung

  • Verfahrenshandbücher für das Finanz-, Zahlungs- und Beschaffungsmanagement wurden entwickelt. Sie folgen den Empfehlungen des Globalen Fonds und von Gavi und stimmen mit nationalen Vorschriften überein. 
  • Das Gesundheitsministerium wendet die Verfahren landesweit beziehungsweise in den 26 Provinzen an. Dadurch ist es gelungen, transparente und effiziente Verwaltungsabläufe einzuführen, die die nicht förderfähigen Kosten des Gesundheitsministeriums deutlich reduziert haben. 
  • Das Gesundheitsministerium hat seine Ausgaben und damit die Anzahl der durchgeführten Projektaktivitäten erhöht. 
  • Finanzierte Aktivitäten betreffen hauptsächlich die Malaria-, Tuberkulose- und HIV-Projekte des Global Fonds einerseits, und das Impfprojekt von Gavi andererseits. Letzteres konzentriert sich unter anderem auf das effektive Management von Impfstoffen, sowie auf deren Transport und die Entwicklung einer Strategie zur Verbesserung der Qualität von Immunisierungsdaten.
  • Wirksame Kontroll- und Überwachungsmechanismen sind entstanden. Sie mindern finanzielle Risiken bei der Verwaltung von Gavi- und Global Fonds-Zuschüssen erheblich. Gleichzeitig haben sich die Kompetenzen der CAGF weiterentwickelt. 
  • Checklisten zur Ausgabenbegründung, ein Risikoregister und ein Instrument zur Überwachung der DPS wurden entwickelt. Ein Kooperationssystem zwischen GIZ und CAGF wurde aufgebaut. Beide Geber erhalten Finanzberichte des Gesundheitsministeriums.
  • Gemeinsam mit internationalen Gebern im Bereich Gesundheit ist einen Plan zur Entwicklung der Kompetenzen und personellen Ressourcen des Gesundheitsministeriums im Finanz- und Beschaffungsmanagement entstanden. Die kontinuierliche Verbesserung des Finanzmanagements durch das Gesundheitsministerium ist in der Verwaltung in Kinshasa und in den 26 Provinzen nachweisbar.

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