Ein Verteilerzentrum für Medikamente im Süd-Kivu aufbauen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Aufbau eines regionalen Verteilerzentrums von Medikamenten im Süd-Kivu 
Auftraggeber: Gavi, die Impfallianz
Finanzierer: Gavi, die Impfallianz, Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA)
Land: Demokratische Republik Kongo
Politischer Träger: Ministerium für Gesundheit der Provinz Bukavu 
Gesamtlauzeit: 2018 bis 2021

Isometrische Ansicht der Verteilerzentrale

Ausgangssituation

Eine stabile und flächendeckende Gesundheitsversorgung in der Demokratischen Republik Kongo aufzubauen ist eine enorme Herausforderung. Das liegt auch an den geografischen Bedingungen der Region.

Derzeit ist die Qualität der verfügbaren medizinischen Produkte unzureichend, gleichzeitig fehlen wichtige Grundarzneimittel. Nur ein geringer Anteil der medizinischen Einrichtungen entspricht den nationalen Gesundheitsnormen. Der Erlös aus dem Verkauf von Medikamenten wird nicht zur Nachbestellung, sondern zur Deckung der Personalkosten verwendet.

Ziel

In Bukavu ist eine regionale Medikamentenverteilerzentrale entstanden, die als Modell für andere Provinzen in der Demokratischen Republik Kongo dient.

Vorgehensweise

Das Vorhaben hängt mit dem „Programm zur Unterstützung des Gesundheitssystems in der Provinz Süd-Kivu (PASS)" zusammen. Es trägt dazu bei, das Management von Infrastruktur, Arzneimitteln und Gesundheitsinformationen zu verbessern.

Dazu überholt das Vorhaben das bisherige Versorgungsmanagement, die Verwaltung der Bestände und den Vertrieb wesentlicher Arzneimittel an Gesundheitszentren in Randgebieten. Im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft ist eine gemeinnützige Verteilerzentrale entstanden, die sich in die Nationale Gesundheitspolitik zur Medikamentenversorgung (PNAME) eingliedert. Zu den Partnern zählen das Gesundheitsministerium von Bukavu, die Föderation der Versorgungszentren für lebenswichtige Arzneimittel (FEDECAME) und die Gesundheitsdivision der Provinz Süd-Kivu (DPS)

Die gemeinnützige Verteilerzentrale des Süd-Kivu wurde bereits in der ersten Projektphase gebaut und mittlerweile in Betrieb genommen. Die Zentrale wird weiterhin durch das Programm zur Unterstützung des Gesundheitssystems (PASS) begleitet und technisch gefördert. Alle Arbeitsschritte zum Aufbau der Verteilerzentrale für Medikamente sind dokumentiert und können als Vorlage für andere Regionen dienen. 

Stand: August 2021

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