Effiziente Nutzung von medizinischer Hochtechnologie

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Sicherung der effizienten Nutzung von Hochtechnologie für moderne therapeutische und diagnostische Anwendung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Usbekistan
Politischer Träger: Gesundheitsministerium der Republik Usbekistan
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2023

Ausgangssituation

Das usbekische Gesundheitsministerium möchte die Qualität seiner medizinischen Dienstleistungen verbessern, um eine bessere Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Dafür soll die medizinische Aus- und Fortbildung nach internationalen Standards durchgeführt und das Management medizinischer Hochtechnologien optimiert werden. Die Reformen der usbekischen Regierung setzen eine Strategie der kontinuierlichen medizinischen Aus- und Fortbildung um, welche die Bildungsqualität steigern soll.

Ziel

In Usbekistan sind ausgewählte medizinische und technische Dienstleistungen bei der Anwendung und dem Management von fortgeschrittener Medizintechnologie verbessert.

Vorgehensweise

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH führt das Vorhaben gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium der Republik Usbekistan durch. Dabei bauen sie auf den Erfahrungen des Vorgängervorhabens auf, welches von 2013 bis 2018 erfolgreich umgesetzt wurde.

Das Vorhaben konzentriert sich auf die Regionen Taschkent, Samarkand, Namangan, Andijan und Fergana sowie die Republik Karakalpakstan. Dabei ist es in vier Bereichen aktiv:

  • Die medizinische Ausbildung zur Anwendung fortgeschrittener Medizintechnologie wird an internationale Qualitätsstandards angepasst.
  • Fortbildungsstandards für medizinisches Personal in der Anwendung medizinischer Hochtechnologie werden aktualisiert.
  • Es sollen Voraussetzungen geschaffen werden, um Leitlinien zur Unterstützung des Gesundheitstechnologie-Managements anzuwenden.
  • Außerdem stärkt das Vorhaben die Kompetenzen des Gesundheitspersonals bezüglich COVID-19.

Damit dienen die Maßnahmen des Vorhabens dem kontinuierlichen Auf- und Ausbau fachlicher und technischer Fähigkeiten bei angehendem und bereits praktizierendem medizinischem und technischem Personal. Voraussetzungen, um die erarbeiteten Lehrpläne und Leitlinien in der Aus- und Fortbildung langfristig zu etablieren und letztlich das Gesundheitssystem zu stärken, werden geschaffen. 

Das Vorhaben wirkt auf eine Qualitätsverbesserung der öffentlichen Gesundheitsdienste – vor allem auf einen effektiveren und sicheren Einsatz minimal-invasiver Technologie sowie bildgebender Diagnostik in den Bereichen Chirurgie, Gynäkologie, Urologie, Neonatologie, pädiatrische Chirurgie und Notfallmedizin. Dadurch verbessert sich der allgemeine Zugang zu modernen Gesundheitsdienstleistungen im öffentlichen System, welches vor allem Frauen und Kinder sowie ärmere Bevölkerungsschichten nutzen.

Die enge Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium Usbekistans beinhaltet auch dessen nachgeordnete Strukturen. Dazu zählen das Zentrum für sanitäre und epidemiologische Dienste, das Institut für Ärzte-Fortbildung in Taschkent, die Medizinische Akademie Taschkent, das medizinische Institut Andijan und das Nationale Bildungs- und Produktionszentrum für die Wartung von Medizintechnik. Weitere Partner sind nationale oder regionale Krankenhäuser für Perinatal- oder Kindergesundheit sowie für Notfallmedizin, außerdem Fortbildungszentren für mittleres medizinisches Personal. In der Republik Karakalpakstan arbeitet das Vorhaben zusätzlich mit dem Gesundheitsministerium und dem medizinischen Institut zusammen.
 

Stand: Januar 2021