Fonds zur Förderung von Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Fonds zur Förderung von Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Global
Gesamtlaufzeit: 2020 bis 2025

Junge Wissenschaftlerin macht Analyse mit Mikroskop im Labor”, Copyright: © amorn – stock.adobe.com.

Ausgangssituation

In vielen Entwicklungsländern bleiben die landwirtschaftliche Produktion und Verarbeitung hinter ihren Möglichkeiten zurück. Um das Potenzial der Agrar- und Ernährungswirtschaft für die nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume besser zu nutzen, sind Innovationen erforderlich. Diese sollten die Einkommen und Beschäftigung fördern, Ernährungssicherung stärken und den Folgen des Klimawandels und unangepasster Landnutzung entgegenwirken.

Allerdings mangelt es häufig an Zugang zu Wissen, zielgruppengerechten Finanzierungen und passenden politischen Rahmenbedingungen, um Innovationen erfolgreich einzuführen. Zudem sind sie oftmals nicht ausgereift beziehungsweise unzureichend an den lokalen Kontext angepasst. Frauen und jungen Menschen wird der Zugang zu Innovationen aus strukturellen und kulturellen Gründen oft besonders erschwert. 

Verschärft wird diese Situation durch die Corona-Pandemie, die seit März 2020 zu zusätzlichen Herausforderungen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft führt. Auch hier können Innovationen einen wichtigen Beitrag leisten. Trotz großer Potenziale werden solche Innovationen aber nicht ausreichend gefördert und angewandt.

Ziel

Gendersensible und nachhaltige Innovationen für die Agrar- und Ernährungswirtschaft sind selbsttragend und werden von der entsprechenden Zielgruppe, wie kleinbäuerlichen Betrieben und Verarbeitungsunternehmen, genutzt. 

Multiplikatoren wie Vorhaben der internationalen Zusammenarbeit, Unternehmen, öffentliche Organisationen und Forschungsinstitutionen wenden Lernerfahrungen von geförderten Innovationspartnerschaften an.

Smart Farmer nutzt eine Drohne, um Dünger auf sein Feld zu sprühen”, Copyright: © jes2uphoto – stock.adobe.com.

Vorgehensweise

i4Ag ist ein Fonds, der Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft in den fünf Schwerpunktthemen Mechanisierung, Digitalisierung, erneuerbare Energien, Forschung und Beratung sowie Zusammenarbeit mit der Wirtschaft fördert. Unter Innovation werden Maßnahmen verstanden, die vorherrschende Routinen verändern beziehungsweise neue Routinen einführen. Beispiele hierfür sind digitale, technische, organisatorische, administrative oder finanzielle Produkte, Prozesse, Dienstleistungen, Technologien und Geschäftsmodelle. Der Fonds ist dabei sehr flexibel einsetzbar und kann Innovationen unabhängig von Land, Technologie oder Wertschöpfungskette fördern.

Innovationen werden durch gezieltes Netzwerken oder Wettbewerbe identifiziert, bewertet und ausgewählt. Das Ziel ist, Innovationspartnerschaften mit privaten und öffentlichen Organisationen zu initiieren, um ihre Innovationen zu pilotieren, in der Praxis weiterzuentwickeln und sie an den lokalen Kontext anzupassen.

Das Vorhaben fördert Innovationen, die eine positive Wirkung auf Ernährungssicherung, Einkommen und Beschäftigung oder Umwelt und Klima haben. Bei der Ausgestaltung und Umsetzung von Innovationen ist es wichtig, dass Frauen eine aktive Rolle spielen und ihre Sichtweisen und Bedürfnisse einbringen. Um sicherzustellen, dass Frauen von den Innovationen profitieren, erarbeitet i4Ag für jede Innovation gemeinsam mit den Partnern eine Genderstrategie.

Außerdem entwickelt der Fonds mit den Partnern nachhaltige Geschäftsmodelle, damit die Innovationen selbsttragend werden. Denn nur wenn sie auch nach Ende der Förderung nachgefragt und weiterentwickelt werden, können sie langfristig positive Wirkungen entfalten.

i4Ag setzt sich zudem dafür ein, erfolgreiche Innovationen weiter zu verbreiten und Lernerfahrungen zu teilen.

Afrikanische*r Geschäftsmann und Geschäftsfrau schütteln Hände auf einem Markt” Copyright: I_am_zews/Shutterstock.com

Stand: Februar 2021

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