Ernährungssicherung

Ernährungssicherung
© GIZ/Joerg Boethling

Das Ziel, bis zum Jahr 2030 Hunger und alle Formen der Fehlernährung zu beenden, stellt im Kontext von Bevölkerungswachstum, Klimawandel, politischen Konflikten und Naturkatastrophen sowie sich ändernden Essgewohnheiten eine immer größer werdende Herausforderung dar.  

Um zu diesem Ziel beizutragen, kombiniert die GIZ Maßnahmen aus unterschiedlichen Sektoren und adressiert alle Dimensionen von Ernährungssicherung - Verfügbarkeit, Zugang, Verwendung und Verwertung von Nahrung sowie stabile Rahmenbedingungen und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. 

Nahrung ist ein Menschenrecht und für alle lebenswichtig. Gerade Frauen im reproduktiven Alter und Kleinkinder in den kritischen ersten 1000 Tagen - vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende des zweiten Lebensjahres, benötigen besondere Aufmerksamkeit. Negative Auswirkungen von Fehlernährung sind in diesem Zeitraum zumeist irreversibel. 

Unsere Ansätze:

Ernährungsrelevante Wertschöpfungsketten und landwirtschaftliche Diversifizierung: Akteure entlang landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten werden gefördert, um die Verfügbarkeit von sicheren und gesunden Nahrungsmitteln zu erhöhen, beispielsweise durch bessere Marktanbindung, Diversifizierung von Produktion und Verringerung von Nachernteverlusten.

Ernährungswissen, -verhalten und -praktiken: Um eine gesunde Ernährung und die richtige Lagerung, Verarbeitung und Zubereitung von Lebensmitteln zu fördern, sprechen wir die Menschen über gendersensible, partizipative Ansätze konkret an. Wir zielen auf Verhaltensänderungen und ein förderliches Umfeld (zum Beispiel Maßnahmen zur Geschlechtergerechtigkeit).

WASH, Gesundheit und Fürsorge: Hygiene und Gesundheit sind Voraussetzungen für eine verbesserte Nährstoffverwertung. Wir fördern daher den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen sowie zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsdiensten. Außerdem unterstützen wir angemessene Ernährungs- und Pflegepraktiken (inklusive Stillen und Beikost).

Soziale Absicherung und höhere Einkommen: Wir verbessern den Zugang zu nährstoffreichen Lebensmitteln und soziale Einbindung, u.a. durch Transferleistungen und Schulspeisungsprogramme. Um eine langfristige Wirkung zu erzielen, kombinieren wir diese mit Politikberatung und einkommensschaffenden Maßnahmen.

Nutrition Governance: Wir beraten nationale, regionale und kommunale Regierungspartner und Institutionen bei der Umsetzung von Politiken und Programmen zur Ernährungssicherung und unterstützen multisektorale Planungs-, Koordinations- und Monitorings-Prozesse.

Übergangshilfe und fragile Kontexte: Bei Krisen, Konflikten und Naturkatastrophen adressieren wir den unmittelbaren Bedarf an Nahrungsmitteln, schützen Existenzgrundlagen und stärken die Widerstandsfähigkeit der betroffenen Bevölkerung. Wir verknüpfen kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen wie temporäre Sozialtransfers, Ernährungsinterventionen mit Aktivitäten zur (Wieder-)Aufnahme landwirtschaftlicher Aktivitäten.

Leistungsangebote und Positionspapiere

Kooperationen und Netzwerke

Grundlagen und Ansätze

Aus der Praxis