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20.08.2021

Afghanistan: Verantwortung für Mitarbeitende

Die GIZ arbeitet intensiv daran, Beschäftigte aus Afghanistan und ihre Familien in Sicherheit zu bringen.

Für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH hat die Sicherheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der augenblicklichen Situation höchste Priorität. GIZ-Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor Thorsten Schäfer-Gümbel: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unsere nationalen Mitarbeitenden und ihre Familien aus dem Land zu bringen – sofern sie dies möchten. Dafür hat die Bundesregierung die Regeln festgelegt.“

Als Reaktion auf die Machtübernahme durch die Taliban hat die Bundesregierung das seit Jahren bestehende sogenannte Ortskräfteverfahren für afghanische Mitarbeitende vereinfacht und beschleunigt. Die GIZ hat ihre nationalen Mitarbeitenden über die verschiedenen Möglichkeiten informiert und unterstützt diejenigen, die mit ihren Kernfamilien ausreisen möchten, bei der Organisation. Aktuell ist die Sicherheitslage am Flughafen in Kabul sowie auf dem Weg dorthin jedoch für afghanische Staatsangehörige sehr gefährlich. Das gilt insbesondere für Familien mit Kindern oder andere Schutzbedürftige. 

„Die GIZ hat bis zuletzt mit ihren Partnern einen Beitrag zur Entwicklung Afghanistans geleistet. Einen sehr großen Anteil daran haben die vielen afghanischen Kolleginnen und Kollegen. Es ist nun unsere Verantwortung, alles in unserer Macht Stehende zu tun, sie und ihre Familien in Sicherheit zu bringen“, betont Thorsten Schäfer-Gümbel. Falls afghanische Mitarbeitende der GIZ im Land bleiben möchten, unterstützt die GIZ sie mit einem Jahresgehalt. Das Angebot dient der finanziellen Überbrückung in einer schwierigen Lage, es soll niemanden zum Bleiben bewegen. 

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen hat die GIZ in Abstimmung mit der Bundesregierung die Projekte in Afghanistan vorerst ausgesetzt.