24.01.2019

Chancen für junge Menschen: Mehr und bessere Jobs

Gründungen fördern, Jobs vermitteln oder faire Arbeitsbedingungen schaffen: Rund 38.000 Menschen in Nordafrika haben bislang profitiert.

Bezahlte Arbeit ist knapp in Nordafrika. Die Bandbreite der Lösungen für mehr und bessere Beschäftigung reicht von Förderung für Agrar-Start-ups bis hin zu besserer Jobqualität für Arbeiter und landesweiten Beschäftigungsinitiativen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH arbeitet dazu im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit nationalen Partnern zusammen: In Nordafrika haben so von 2015 bis 2017 rund 38.000 Menschen Arbeit gefunden.

Einige haben selber Arbeitsplätze geschaffen, wie die Unternehmensgründerin Lobna Dams aus Tunesien. Die GIZ begleitete den Aufbau ihrer Firma für Bio-Kosmetik und Tee im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums - von der Geschäftsidee bis hin zum Kauf von Geräten für die Feldarbeit. Denn in Tunesien liegt die Jugendarbeitslosigkeit auf dem Land bei über 45 Prozent, viele junge Menschen gehen in die Städte oder nach Europa.

Mittlerweile beschäftigt Lobna Dams vier Festangestellte und rund 20 Saisonarbeiter auf ihrer Farm. Die Firma ist eines von rund 420 Agrar-Start-ups, die das Bundesunternehmen gemeinsam mit der tunesischen Regierung seit 2016 direkt oder indirekt gefördert hat.

In Ägypten stehen Jobs für junge Arbeiter und Angestellte im Fokus der Beschäftigungsinitiative. Für mehr und bessere Beschäftigung arbeiten die GIZ und ihre Partner unter anderem zu den Themen Jobvermittlung oder faire Arbeitsbedingungen. Der Nationale Beschäftigungspakt, eine Initiative von ägyptischen und deutschen Unternehmen sowie der Deutsch-Arabischen Industrie- und Handelskammer, betreibt derzeit vier Jobcenter, die von 2015 bis 2017 bereits 6.000 jungen Menschen Arbeit vermittelt haben. Stark nachgefragt sind auch Trainings für Vorarbeiter zu Sozialkompetenz und moderner Führung. Denn mitunter ist die Atmosphäre in kleineren Unternehmen wenig kollegial und die Fluktuation hoch. Zusammen mit Innovationswettbewerben, in denen Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge einreichen, ermöglichte die Arbeit der GIZ seit 2015 rund 11.000 Ägypterinnen und Ägyptern bessere Arbeitsbedingungen.

Lesen Sie in unserer Referenz „Mehr Jobs. Bessere Jobs“ mehr darüber, wie die GIZ die Perspektiven junger Leute in Nordafrika verbessert – und was bereits erreicht wurde.

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