Ausgangssituation
Ob Schauspielerin, Special Effects-Experte oder Filmfestivalorganisatorin: In Afrika arbeiten rund fünf Millionen Menschen in der Filmbranche und die Nachfrage nach Filmen „Made in Africa" steigt rasant. Als Teil der digitalen Kulturwirtschaft thematisieren junge Regie- und Drehbuchtalente gesellschaftlichen Wandel, geben stillen Held*innen eine Bühne oder beleuchten Orte, die sonst nicht im Scheinwerferlicht stehen. Mit ihren Werken prägen sie die kulturelle Identität und die internationale Wahrnehmung ihrer Länder. Dabei haben Filmschaffende in Kenia und Ruanda nur begrenzten Zugang zu Finanzierung, unterstützenden Dienstleistungen und Vertriebswegen. Zu dem fehlt es an Standards für gute Arbeitsbedingungen sowie praxisnahen Ausbildungsangeboten und Spezialisierungsmöglichkeiten.
Ziel
Die Filmwirtschaft in Kenia und Ruanda ist verbessert. Filmschaffende sind fachlich qualifiziert und relevante staatliche Förderstrategien werden umgesetzt.
Vorgehensweise
Um die Rahmenbedingungen für Filmschaffende zu verbessern, arbeitet das Projekt mit der Kenya Film Commission und dem Rwanda Film Office daran, langfristige, inklusive und faire Filmförderprogramme einzurichten. Zusammen mit Some Fine Day Pix und Media Education Babelsberg fördert das Projekt die Umsetzung von praxisnahen Ausbildungen für Filmschaffende und weitere Berufsgruppen in der Industrie. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Frauen und Personen der LGBTQI+ Community. Über die Grenzen Kenias und Ruandas hinaus engagiert sich das Projekt im Aufbau der Digital Film School Africa, einer digitalen Lernplattform für junge Filmschaffende. Gegründet wurde sie durch die ghanaischen Ausbildungsinstitutionen Africa University College of C2ommunication und YMCA Ghana, mit Unterstützung das gemeinnützigen Vereins Weltfilme. Zudem unterstützt das Projekt Vernetzungs- und Austauschformate sowohl innerhalb der Filmindustrie als auch mit anderen Akteuren aus Politik, Bildung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.