Umweltmanagement

Verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen ist ein wichtiger Grundwert für das Handeln der GIZ. In einem Umweltleitprinzip haben wir festgelegt, dass wir Umweltbelastungen systematisch vermeiden, mit Ressourcen effizient umgehen und unsere Beschäftigten und Partner an unserem Umweltmanagement beteiligen wollen.

Für den Klimaschutz aktiv

Wir setzen uns für den Umwelt- und Klimaschutz ein und haben uns auch innerhalb des Unternehmens ehrgeizige Ziele gesetzt, die wir regelmäßig prüfen und weiterentwickeln.

Als Mitglied der Initiative „Wirtschaft pro Klima“ und Unterzeichner der „Charta der 100 Unternehmen für den Klimaschutz“ haben wir uns insbesondere vorgenommen, an unseren deutschen Standorten „Klimaneutralität“ zu erreichen. Dafür verringern wir unsere CO2-Emissionen deutlich, ersetzen fossile Energien durch erneuerbare und kompensieren nicht-vermeidbare Emissionen.

Durch den Aufkauf von Klimazertifikaten mit höchsten internationalen Standards haben wir 2014 erstmals alle verbleibenden Kohlendioxid-Emissionen an unseren deutschen Standorten kompensiert. In Zukunft wollen wir zunehmend den Klimaschutz an unseren weltweiten Standorten in den Blick rücken und unsere Emissionen durch ein von uns durchgeführtes Klimaschutzprojekt ausgleichen.

Konkret setzen wir Klimaschutz im Unternehmen um, indem wir:

  • mit dem Corporate Sustainability Handprint® in unseren Büros im Ausland bis 2016 flächendeckend Kohlendioxid-Emissionen erfassen und uns Verbesserungsziele setzen,
  • zertifizierten Ökostrom an unseren Standorten in Deutschland verwenden und Solaranlagen auf unseren Gebäuden errichten,
  • moderne Konferenztechnik nutzen, um Dienstreisen im In- und ins Ausland wo immer möglich zu vermeiden,
  • an dem Umwelt-Plus-Programm der Deutschen Bahn teilnehmen, um klimaneutral zu reisen und Anreize setzen, um bei Dienstreisen in Deutschland die Bahn zu nutzen,
  • die Infrastruktur zur Nutzung von Fahrrädern an unseren Standorten verbessern und uns seit 2003 an der Aktion „bike&business“ des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) beteiligen.

Umweltverträglichkeit im Büroalltag

Beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen achten wir selbstverständlich auch auf die ökologische und soziale Verträglichkeit. Das Unternehmen nutzt beispielsweise umweltfreundliche Büroartikel und energieeffiziente Computer. Unsere Partner weltweit beraten wir in dieser Hinsicht und setzen auch in unseren Auslandsbüros auf Umweltschutz.

Unser Engagement hat Erfolg

Wir reduzieren kontinuierlich unsere Umwelteinwirkungen, lassen unser Engagement überprüfen und werden hierfür auch ausgezeichnet: 2013 wurden unsere Firmensitze in Bonn (Friedrich-Ebert-Allee) und Eschborn (Dag-Hammarskjöld-Weg) sowie unsere Repräsentanz in Berlin nach dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS validiert. Dieses anspruchsvolle System unterstützt uns, unsere Verantwortung im Umweltmanagement wahrzunehmen. Auch das Überwachungsaudit 2014 ergab keine Beanstandungen, im Gegenteil: Als besonders positiv wurde unter anderem hervorgehoben, dass das Umweltmanagement in der GIZ aktiv gelebt wird, beispielsweise in freiwilligen Umweltinitiativen.

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Zertifizierungen und Auszeichnungen

In Anerkennung ihres großen Engagements für Nachhaltigkeit wurde der Vorstandssprecherin Tanja Gönner für die GIZ der Umweltpreis 2014 des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M. e.V.) verliehen. Einen gelungenen Spagat zwischen Ökonomie und Ökologie sowie einen erfolgreichen Brückenschlag zwischen Umwelt und Wirtschaft attestierte der Vorsitzende von B.A.U.M. e.V., Maximilian Gege, der Preisträgerin und dem Unternehmen.

Zum wiederholten Mal erhielt der GIZ-Standort Feldafing 2015 die Zertifizierung des Ökologischen Projekts für integrierte Umwelttechnik (ÖKOPROFIT) für sein Engagement im betrieblichen Umweltschutz. ÖKOPROFIT ist ein Kooperationsprojekt zwischen deutschen Kommunen und der lokalen Wirtschaft, das einen Einstieg ins betriebliche Umweltmanagement bietet und einen Schwerpunkt auf den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen legt.

Mehrere GIZ-Standorte in Deutschland sind 2012 von B.A.U.M. e.V. als besonders fahrradfreundlich ausgezeichnet worden, der Standort Bonn erhielt das Zertifikat "Fahrrad-fit-Betrieb in Gold". Hier stehen den Beschäftigten beispielsweise Dienstfahrräder und wettergeschützte Fahrradstellplätze zur Verfügung.

Gleich zweimal gewann die GIZ 2011 beim Wettbewerb „Büro & Umwelt“ des B.A.U.M. e.V. und des Bundesumweltministeriums – das Gesamtunternehmen erzielte den ersten Platz. Zusätzlich erhielten die Firmensitze in Bonn und Eschborn eine Auszeichnung für ihr ressourcenschonendes Büromanagement.

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Besipiele Umweltschutz weltweit

Burundi: Im Land gibt es praktisch keine Müllentsorgung und die meisten Büros und Privathäuser verbrennen ihren Müll. Gerade bei der Entsorgung von Plastik und Elektrogeräten werden dabei aber nicht nur Schadstoffe in die Erde freigesetzt, sondern vor allem gesundheitsschädliche giftige Gase. Um einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und der Arbeitssicherheit zu leisten, wurde im GIZ-Büro ein Recycling-System aufgebaut. Sämtliche Materialien werden an lokale Unternehmen gespendet, die ein sachgemäßes Recycling durchführen. Dies fördert den Umweltschutz und fördert die lokale Wirtschaft vor Ort. Durch Fortbildungen der Mitarbeitenden und das Angebot, auch privaten Elektroschrott über das Büro zu entsorgen, wurde zudem ein Umdenken über den Berufsalltag hinaus erreicht.

Deutschland: Ab 2014 nutzen allen deutschen Standorte Ökostrom. Neubauten an unseren Firmensitzen werden nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen errichtet. Vorhandene Anlagen für Fotovoltaik und Solarthermie bauen wir weiter aus. Um unseren Energieverbrauch zu senken, haben wir beispielsweise in den letzten zwei Jahren rund ein Drittel der Speichersysteme in unseren Rechenzentren durch virtuelle Server ersetzt.

Kambodscha: Das GIZ-Büro in Phnom Penh führte im Rahmen des Corporate Sustainability Handprint® bereits Analysen ihrer Umweltdaten durch. Einsparungen erzielte man nicht nur beim Verbrauch von Wasser, Papier und Energie. Statt Einwegbatterien kommen jetzt Akkus zum Einsatz. Tonerkartuschen werden nachgefüllt und ausgediente Computer an Nichtregierungsorganisationen oder Secondhandshops gespendet.

Kontakt

Carsten Hildebrand
sustainabilityoffice@giz.de