Stärkung der Reformagenda und Managementstrukturen von SADC-Institutionen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Stärkung der Reformagenda und Managementstrukturen von SADC-Institutionen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Southern African Development Community (SADC): Angola, Botsuana, Demokratische Republik Kongo, Lesotho, Madagaskar, Malawi, Mauritius, Mosambik, Namibia, Sambia, Seychellen, Simbabwe, Südafrika, Swasiland, Tansania
Politischer Träger: SADC-Sekretariat
Gesamtlaufzeit: 2005 bis 2016

SADC/Botsuana. SADC-Exekutivsekretär Tomaz Salomão im Gespräch mit Wissenschaftlern bei einem SADC Think Tank Workshop. © GIZ

Ausgangssituation

Die Southern African Development Community (SADC) ist ein Zusammenschluss von 15 Staaten des südlichen Afrika, die sich gemeinsam für eine politisch stabile, sozial gerechte und wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung in der Region einsetzen. Ihr Ziel ist es, die Armut in der Region zu bekämpfen sowie für Frieden, Demokratie und Sicherheit über Ländergrenzen hinweg zu sorgen.

Arbeiteten in der Vergangenheit in jedem Land nationale SADC-Abteilungen an unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten, beschlossen die Regierungschefs der 15 Mitgliedsländer im Jahr 2001, ein zentrales Sekretariat in Botsuana zu errichten. Seitdem arbeiten hier die Experten der Region gemeinsam an Themen der regionalen Integration: Liberalisierung des Handelsrechts, Infrastruktur, Frieden und Sicherheit, Nahrungsmittelsicherheit und Schutz natürlicher Ressourcen, soziale Entwicklung, Gender sowie Wissenschafts- und Technologieentwicklung.

Damit das Sekretariat seiner fachlichen und politischen Arbeit nachgehen kann, musste es zunächst eine Organisationsstruktur schaffen, in der jeder Mitarbeiter seine Aufgaben effizient verrichten kann. Im Auftrag des BMZ hat die GIZ das SADC-Sekretariat bei diesem internen Aufbau von Beginn an unterstützt und berät seitdem den Exekutivsekretär und seinen Führungsstab bei der strategischen Ausrichtung und inhaltlichen Gestaltung des Reformprozesses.

Ziel

Die Reformagenda und die Managementstrukturen der SADC-Institutionen werden bei der Durchführung des auf 15 Jahre angelegten regionalen Entwicklungsplans (Regional Indicative Strategic Development Plan) unterstützt.

Vorgehensweise

Im Auftrag des BMZ berät die GIZ das SADC-Sekretariat bei der Durchführung der komplexen und politisch sensiblen SADC-Reform nach der Zentralisierungsphase. Aufbauend auf eine Organisationsanalyse konzentriert sich die Unterstützung auf den Aufbau eines transparenten und erfolgsabhängigen Managements, um die regionale Integration voranzutreiben. Unter anderem werden folgende Maßnahmen unterstützt:

  • Entwicklung einer geeigneten Organisationsstruktur des Sekretariats, welche sich an den von Regierungen und Staatsoberhäuptern der Mitgliedsstaaten vereinbarten inhaltlichen Prioritäten orientiert.
  • Aufbau einer Verwaltungsstruktur, durch welche die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Direktoraten und innerhalb des Sekretariats professionell abläuft. Diese Struktur beinhaltet beispielsweise Personalmanagement und -entwicklung, Dokumentenmanagement sowie ein Berichts- und Informationssystem.
  • Entwicklung eines Planungs- und Monitoringsystems, das genutzt wird, um die Durchführung des langfristigen regionalen Entwicklungsplans zu überwachen und die bisherigen Fortschritte zu analysieren.

Priorität in der derzeitigen Programmphase haben Planung, Monitoring und Evaluierung der regionalen Integrationsinitiativen. Dabei unterstützt das Programm die strategische Weiterentwicklung der SADC durch die Evaluierung der ersten fünf Durchführungsjahre des 15-jährigen SADC-Integrationsplans.

Entsprechend der SADC Windhuk-Deklaration für Geberharmonisierung, unterstützt das Programm auch die Kooperation der deutschen internationalen Zusammenarbeit mit dem SADC-Sekretariat und den Mitgliedstaaten.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Durch die jahrzehntelange bilaterale Zusammenarbeit der GIZ mit vielen SADC-Mitgliedsstaaten und die dadurch entstandenen Kontakte auf nationaler und regionaler Ebene ist ein Vertrauensverhältnis entstanden, das die Zusammenarbeit der 15 Mitgliedsstaaten bei der regionalen Integration verbessert.

Die SADC hat sich bei Themen der regionalen Integration zu einem regionalen Think-Tank entwickelt. In Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlern und Politikern bereiten die Fachkräfte im Sekretariat verschiedene Vorschläge für die Mitgliedsstaaten vor, um Herausforderungen – wie beispielsweise den Klimawandel – gemeinsam anzugehen. Dabei werden im Politikdialog, der von der GIZ unterstützt wird, zwischen den Ländern die verschiedenen Themen priorisiert und anschließend regionale Protokolle für die Gesetzgebung vorbereitet.