Global Partners of Germany – Alumniportal Deutschland

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Globale Partner Deutschlands – Alumniportal Deutschland II
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Global
Politischer Träger: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ); Auswärtiges Amt (AA)
Gesamtlaufzeit: 2012 bis 2016

Ausgangssituation

Rund 300.000 ausländische Studierende sind derzeit an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Hinzu kommen Stipendiatinnen und Stipendiaten anderer Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Teilnehmende an Trainings und Kursen deutscher Institutionen im In- und Ausland.

Während der intensiven Kontaktphase mit Deutschland entstehen viele persönliche und berufliche Kontakte, es werden Lern- und Arbeitserfahrungen im deutschen Umfeld gemacht und wertvolles Fachwissen und Kompetenzen hinzugewonnen.

Diese sogenannten Deutschland-Alumni sind Teil des „Beziehungsnetzwerks“ der deutschen Entwicklungs- oder internationalen Zusammenarbeit (EZ/IZ). Sie können einen entscheidenden Beitrag zur globalen entwicklungspolitischen Agenda leisten oder spezifische Entwicklungsprobleme in ihren Heimatländern lösen helfen. Um Alumni dabei zu unterstützen und die fachlichen Kooperationen mit und zwischen Alumni sowie den deutschen Institutionen weltweit langfristig zu stärken, wird ein globales Kontakt-, Kompetenz-, Wissens- und Karrierenetzwerk aufgebaut.

Ziel

Die Kompetenzen der Alumni werden weltweit zunehmend für einzelne Projekte oder langfristige Kooperationen von deutschen Institutionen nachgefragt.

Vorgehensweise

Das Programm ist in drei Handlungsfeldern aktiv:

Die Zusammenarbeit zwischen Alumni/Alumni-Netzwerken und deutschen Institutionen wird gefördert. Dafür identifizieren wir Bereiche – zum Beispiel Projekte, strategische Initiativen oder Dialogformate – in deutschen EZ/IZ-Organisationen, in denen die Kompetenzen der Alumni einen besonderen Mehrwert darstellen können. Mithilfe einer Alumni-Datenbank können die Fachkräfte dann gezielt an potenzielle Auftraggeber und Partner vermittelt werden.

Alumni sollen sich zunehmend in Netzwerken organisieren und selbstständig Projekte durchführen. Wir unterstützen sie durch Fach-, Strategie-, und Organisationsberatung, Weiterbildungen, Vermittlungsarbeit und Kofinanzierung dabei, Projekte anzuschieben oder in Kooperation mit deutschen Partnern der EZ/IZ Initiativen umzusetzen. Außerdem fördern wir mit verschiedenen Dialog- und Vernetzungsformaten den fachlichen Austausch.

Das Alumniportal Deutschland ist die virtuelle Plattform für Knowledge Sharing und Kooperation. Alumni finden dort zahlreiche Angebote für Kompetenzentwicklung und fachlichen Austausch (Webinare, Diskussionsrunden, Fachgruppen, Bildungs- und Karriereangebote und anderes). Zudem können sie weltweit mit deutschen Institutionen und Unternehmen zusammenkommen – für einzelne Projekte oder langfristige Kooperationen. Auch Hochschulen, Stiftungen und Alumninetzwerke nutzen das Portal, um mit ihren Alumni in Kontakt zu bleiben.

Die GIZ setzt das Alumniportal Deutschland gemeinsam mit den Kooperationspartnern Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD), Goethe-Institut und Alexander von Humboldt-Stiftung um. Es bestehen Kooperationen zu weiteren assoziierten Partnern, wie dem Auswärtigen Amt (AA), dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), den politischen Stiftungen, der Deutschen Welle, der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und anderen.

Wirkungen

Als Grundlage für eine organisationsübergreifende Alumniarbeit wurde zwischen 2012 und 2014 die Expertendatenbank des Alumniportals professionalisiert und weiterentwickelt. Die Datenbank umfasste Ende 2014 bereits mehr als 100.000 Personen, knapp die Hälfte davon sind Frauen. Die Alumni nutzten zunehmend die diversen Vernetzungsangebote, um sich auszutauschen und ihre Kompetenzen online darzustellen. Im Rahmen von Online-Praxisprojekten erarbeiteten Alumni in internationalen Teams Lösungsansätze für globale Themen in den Bereichen Nachhaltigkeit und digitale Gesellschaft.

Von 2012 bis 2014 wurden in 13 Ländern 36 Vor-Ort-Maßnahmen durchgeführt, die halfen, dass sich Netzwerke konsolidierten, in übergreifenden Dachverbänden organisierten und sich fachlich austauschten. Es gelang, rund 100 Netzwerke zu identifizieren, die an einer weiteren Zusammenarbeit mit Deutschland und deutschen Institutionen interessiert sind.

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