Förderung der Rückkehr somalischer Flüchtlinge und intern Vertriebener durch einen gemeindeorientierten Reintegrationsansatz

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung der Rückkehr somalischer Flüchtlinge und intern Vertriebener durch einen gemeindeorientierten Reintegrationsansatz in Somalia
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Somalia
Politischer Träger: Ministry of Interior and Federal Affairs
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2017 

Somalia. Hygienetraining im Dalxiska IDP Camp, Kismaayo. © GIZ

Ausgangssituation

Der seit Mitte der 1990er-Jahre anhaltende Bürgerkrieg in Somalia hat im Land und in den Nachbarländern eine massive Flüchtlingswelle ausgelöst. Politische, soziale und wirtschaftliche Strukturen wurden zerstört. Diese Situation führte in Verbindung mit schlechten Ernteerträgen – insbesondere nach der langanhaltenden Dürre 2011 – zu einer schwierigen Ernährungssituation für die Bevölkerung. Die Lebensgrundlagen von Rückkehrenden, intern Vertriebenen und lokaler Bevölkerung sind nicht gesichert. Die schwierige Gesamtsituation mindert die ohnehin niedrige Aufnahmebereitschaft der ansässigen Bevölkerung zusätzlich.

Somalia. Cash-for-Work in Kismaayo: Frauen bei der Rehabilitierung und Säuberung von Abwasserkanälen. © GIZ

Ziel

Die Lebensgrundlagen von Rückkehrenden, intern Vertriebenen und lokaler Bevölkerung in ausgewählten Aufnahmegemeinden Somalias sind verbessert.

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt ausgewählte Gemeinden bei der Wiedereingliederung von Rückkehrenden und intern Vertriebenen. Es fördert die Ernährungssicherung von Rückkehrenden, intern Vertriebenen und der lokalen Bevölkerung und fördert eine lokale, gewaltfreie Konfliktbearbeitung.

Somalia. Gemeinden beim Brunnenbau im Dalxiska IDP Camp, Kismaayo. © GIZ

Das Projekt ist Teil der Sonderinitiative „Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren“. Das BMZ stellt darin seit 2014 Mittel bereit, um kurzfristig Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden zu unterstützen sowie langfristig strukturelle Fluchtursachen, wie Armut, Ungleichheit oder Ernährungsunsicherheit, zu beseitigen. Finanziert werden in erster Linie Projekte in Entwicklungsländern, die von Flüchtlingskrisen besonders stark betroffen sind.